Fettleber: Binge Drinking verdreifacht Risiko für schwere Leberfibrose
Binge Drinking verdreifacht Leberfibrose-Risiko bei Fettleber

Fettleber: Binge Drinking verdreifacht Risiko für schwere Leberfibrose

Nicht nur die konsumierte Alkoholmenge insgesamt ist entscheidend für die Lebergesundheit. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, dass insbesondere das Trinkmuster bei Menschen mit Fettleber einen dramatischen Einfluss auf das Risiko für schwere Leberfibrose hat.

Studie untersucht Zusammenhang zwischen Trinkgewohnheiten und Leberfibrose

Ein Forschungsteam um Leberspezialist Dr. Bian Lee von der Keck Medicine der University of Southern California analysierte Daten von mehr als 8.000 Erwachsenen aus der US-Gesundheitsstudie NHANES. Die Datenerhebung erfolgte zwischen 2017 und 2023. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand das sogenannte Binge Drinking – der Konsum von mindestens vier alkoholischen Getränken bei Frauen beziehungsweise fünf Getränken bei Männern an einzelnen Tagen, mindestens einmal monatlich.

Fast dreifach erhöhtes Risiko bei Fettleber-Patienten

Die Ergebnisse sind alarmierend: Menschen mit Fettleber, die dieses Trinkmuster aufweisen, haben ein fast dreimal so hohes Risiko für eine schwere Leberfibrose wie Betroffene ohne solche Trink-Exzesse. Konkret wiesen etwa 24 Prozent der Viel-auf-einmal-Trinker bereits eine deutlich geschädigte Leber auf. Bei Fettleber-Patienten ohne dieses Trinkmuster lag dieser Wert bei nur etwa 16 Prozent.

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Besonders bedeutsam ist, dass der Unterschied nicht auf die gesamte wöchentliche Alkoholmenge zurückzuführen ist. Selbst bei vergleichbarem Wochenkonsum blieb das Risiko für Leberfibrose signifikant höher, wenn der Alkohol in kurzer Zeit konsumiert wurde.

Fettleber als weit verbreitetes Gesundheitsproblem

Die metabolische Fettleber (MASLD) betrifft schätzungsweise etwa 25 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland. In den USA ist sogar etwa jeder dritte Erwachsene betroffen. Bei Personen mit starkem Übergewicht oder Diabetes Typ 2 steigt der Anteil auf bis zu 85 Prozent. Die Erkrankung verläuft oft lange symptomlos, kann jedoch fortschreiten und zu schweren Leberschäden führen.

Die Studie wurde im Fachjournal Clinical Gastroenterology and Hepatology veröffentlicht. Es handelt sich um eine Querschnittsstudie, die zwar Zusammenhänge aufzeigt, aber keinen direkten kausalen Nachweis erbringen kann. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung von Trinkmustern für die Lebergesundheit bei bereits bestehender Fettleber.

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