Medizinforum Ueckermünde widmet sich dem Thema ADHS
Das Medizinforum Gesund am Stettiner Haff setzt am Mittwoch, dem 25. März, einen wichtigen Schwerpunkt auf die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS. In Ueckermünde erhalten Interessierte eine fundierte psychiatrische und psychotherapeutische Einordnung dieser komplexen psychischen Erkrankung. Felix Naundorf vom Ameos-Klinikum Ueckermünde betont, dass ADHS in der öffentlichen Wahrnehmung häufig vereinfacht dargestellt wird, obwohl es sich um eine ernstzunehmende Störung handelt, die Betroffene über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten kann.
Vortrag beleuchtet Symptome und Herausforderungen
Unter dem Titel Vom Zappelphilipp zum zerstreuten Professor – Ein Leben mit ADHS halten Vladimir Pejicic, leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Stephanie Burian, leitende Psychologin und Psychotherapeutin, einen umfassenden Vortrag. Sie erläutern typische Symptome in unterschiedlichen Lebensphasen sowie psychologische Belastungen wie innere Unruhe, emotionale Dysregulation oder Selbstwertprobleme. Ein besonderer Fokus liegt auf den Herausforderungen einer verlässlichen Diagnostik und der Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen.
Die Experten gehen zudem der Frage nach, wann ADHS behandlungsbedürftig wird und stellen zeitgemäße Behandlungsansätze vor. ADHS erfordert einen multimodalen Ansatz, der medizinische, psychotherapeutische und alltagspraktische Maßnahmen miteinander verbindet. Das Ziel ist klar: Betroffenen Orientierung geben, Fehlannahmen einordnen und Wege aufzeigen, wie die Lebensqualität nachhaltig verbessert werden kann.
Praktische Informationen und Austauschmöglichkeit
Der Vortrag findet im Veranstaltungssaal des Therapiezentrums, Haus 4, im Ameos-Klinikum Ueckermünde statt. Beginn ist um 15.30 Uhr, die Teilnahme ist kostenfrei. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum Austausch und zur Beantwortung individueller Fragen. Dies bietet eine wertvolle Gelegenheit für Betroffene, Angehörige und Interessierte, direkt mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen und persönliche Anliegen zu besprechen.
Das Medizinforum Gesund am Stettiner Haff setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Aufklärung über psychische Gesundheit in der Region. Durch die fundierte Information und den offenen Dialog trägt die Veranstaltung dazu bei, Vorurteile abzubauen und Betroffenen konkrete Hilfestellungen anzubieten.



