Auf den Malediven ereignete sich eine Tragödie: Fünf italienische Taucher, darunter eine angesehene Ökologieprofessorin und ihre Tochter, starben bei einem Höhlenabenteuer unter Wasser. Die Gruppe war am Donnerstagmorgen von ihrem Safariboot „Duke of York“ aus im Vaavu-Atoll südlich von Malé getaucht, um die über 260 Meter langen Unterwasserhöhlen in 50 bis 60 Metern Tiefe zu erkunden.
Die Opfer des Unglücks
Bei den Toten handelt es sich um die Ökologieprofessorin Monica Montefalcone (51) von der Universität Genua, ihre Tochter Giorgia Sommacal (23), die Wissenschaftlerin Muriel Oddenino (31), den Absolventen Federico Gualtieri (31) und den Tauchlehrer Gianluca Benedetti. Gualtieri hatte erst im März seinen Abschluss gemacht und bezeichnete Montefalcone stets als sein Vorbild. Benedetti war zuvor im Finanzsektor tätig, bevor er seine Leidenschaft für das Tauchen zum Beruf machte.
Unfallhergang und Bergung
Nachdem die fünf Taucher ins Wasser gesprungen waren, kehrten sie nicht zur vereinbarten Zeit zurück. Daraufhin schlugen andere Passagiere oder Besatzungsmitglieder Alarm. Die maledivischen Behörden gehen davon aus, dass alle fünf ums Leben kamen. Bislang wurde eine Leiche in der Höhle entdeckt; die Suche nach den vier weiteren wird durch widrige Wetterbedingungen erschwert. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache und versucht, den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Es handelt sich um den schwersten Tauchunfall in der Geschichte des Inselstaates.
Reaktionen aus Italien
Die italienische Wissenschaftsministerin Anna Maria Bernini erklärte auf X, das Unglück „erschüttert die ganze italienische Wissenschaftsgemeinschaft“. Tourismusminister Gianmarco Mazzi sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Nachricht löste in Italien Bestürzung aus; die Forscher waren für ihre Leidenschaft und Hingabe bekannt.



