Wer von einer Magen-Darm-Grippe erwischt wird, fühlt sich oft wie ein Häufchen Elend. Durchfall, Erbrechen und Übelkeit setzen dem Körper schwer zu. Doch was hilft wirklich, um wieder auf die Beine zu kommen? Und wann wird es gefährlich? Die wichtigsten Antworten.
Wie wird eine Magen-Darm-Infektion übertragen?
Eine Gastroenteritis ist eine Entzündung der Magen-Darm-Schleimhaut. Auslöser sind meist Viren wie Noroviren oder Rotaviren, aber auch Bakterien wie Salmonellen oder E. coli. Die Übertragung erfolgt vor allem durch Schmierinfektionen: Kleinste Spuren von Stuhl oder Erbrochenem gelangen an Hände, Türklinken oder Haltegriffe. Wer diese berührt und sich dann in den Mund fasst, kann sich infizieren. Erste Symptome zeigen sich oft schon nach vier bis 48 Stunden.
Wie kann man das Ansteckungsrisiko senken?
Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife mehrmals täglich, besonders nach dem Toilettengang, ist essenziell. Auch nach Kontakt mit rohem Fleisch oder Fisch sollten die Hände gewaschen werden. In der Küche hilft gute Hygiene: Fleisch und Fisch gut durchgaren, Obst und Gemüse waschen, separate Schneidebretter verwenden und Arbeitsflächen regelmäßig reinigen.
Was hilft bei akuten Beschwerden?
Der größte Verlust sind Flüssigkeit und Mineralstoffe. Trinken Sie daher regelmäßig in kleinen Schlucken – Wasser oder ungesüßter Tee sind ideal. Spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke gleichen den Verlust von Salz, Zucker und Mineralien aus. Hausmittel wie Cola und Salzstangen können ebenfalls helfen. In den ersten ein bis zwei Tagen ist oft kein Essen möglich. Danach eignet sich Schonkost wie Zwieback, Reis, Kartoffeln, Banane oder geriebener Apfel. Vermeiden Sie Alkohol und Kaffee, da sie die Magenschleimhaut reizen.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wenn die Beschwerden nach drei Tagen (bei Kindern nach ein bis zwei Tagen) nicht abklingen, ist ärztlicher Rat nötig. Bei Säuglingen, Schwangeren, älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen sollte sofort ein Arzt kontaktiert werden. Auch Blut im Stuhl ist ein Warnsignal.
Was sind Anzeichen für einen gefährlichen Flüssigkeitsverlust?
Trockene Lippen und Zunge, Verwirrtheit oder Lethargie sowie eine verminderte Hautelastizität (stehenbleibende Hautfalten) sind Alarmsignale. In solchen Fällen ist ein medizinischer Notfall gegeben, besonders bei Kindern, Älteren und immungeschwächten Menschen.
Sind Medikamente gegen Durchfall oder Übelkeit sinnvoll?
In der Regel heilt eine Magen-Darm-Grippe von selbst. Medikamente gegen Durchfall können die natürliche Abwehr behindern. Kurzfristig können sie aber die Abstände zwischen Toilettengängen verlängern. Bei Fieber sollten solche Mittel nicht eingenommen werden.



