Ein Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff hat 145 Passagiere und Besatzungsmitglieder in eine prekäre Lage gebracht. Sie sitzen auf dem Schiff fest, während die Behörden über das weitere Vorgehen beraten. Ein Chefarzt beschrieb den Virustyp in der Bild-Zeitung als „ganz andere Liga als Corona“. Experten planen nun, die Infizierten von Bord zu holen und in Spezialkliniken zu verlegen.
Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko?
Der Hantavirus-Experte erklärt, dass die Übertragung von Mensch zu Mensch möglich, aber weniger effizient als bei Corona ist. Hauptsächlich erfolgt die Ansteckung über Tröpfchen oder direkten Kontakt mit infizierten Nagetieren. An Bord eines Schiffes sei die Enge jedoch ein Risikofaktor.
Quarantäne für alle?
Die Frage, ob allen Passagieren eine 45-tägige Quarantäne droht, beantwortet der Virologe differenziert. „Nicht jeder muss in Quarantäne, nur Kontaktpersonen und Infizierte“, so der Experte. Die Behörden prüfen derzeit, wer als Kontaktperson gilt.
Schutz durch Masken
Masken können das Risiko einer Tröpfcheninfektion verringern, bieten aber keinen vollständigen Schutz. Der Virologe empfiehlt FFP2-Masken für enge Kontakte. Ein Impfstoff gegen diesen Hantavirus-Typ existiert noch nicht, was die Lage erschwert.
Betroffene und Angehörige warten nun auf weitere Anweisungen der Gesundheitsbehörden. Die Situation zeigt, wie schnell sich Erreger auf Kreuzfahrtschiffen ausbreiten können.



