Lesung in Liepen: Borchert-Texte zum Tag der Bücherverbrennung
Borchert-Lesung in Liepen am 17. Mai

Am Sonntag, den 17. Mai, wird in der Kirche zu Liepen, einer Ortschaft in der Gemeinde Klein Vielen, eine besondere Lesung veranstaltet. Sie steht im Zeichen des Tags der Bücherverbrennung und trägt den Titel „Dann gibt es nur eins: Sag Nein!“. Ab 15 Uhr werden ausgewählte Texte des Schriftstellers Wolfgang Borchert sowie Texte über ihn vorgetragen.

Mahnung gegen Gewalt und Krieg

Die Lesung wird von Jacqueline Möller und Susanne Burmester-Ott gestaltet, musikalisch begleitet von Torsten Harder am Cello. Der Eintritt ist frei, jedoch werden Spenden erbeten. Wolfgang Borchert, der von 1921 bis 1947 lebte, gilt als eine der prägendsten literarischen Stimmen der Nachkriegszeit. In seinem kurzen Schaffen setzte er sich intensiv mit seinen eigenen Kriegserfahrungen und seinen Sehnsüchten auseinander. Sein bekanntestes Werk, das Drama „Draußen vor der Tür“, mahnt eindringlich gegen Krieg und Gewalt.

Historischer Kontext

Obwohl Borcherts Texte nicht zu den Büchern gehörten, die am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz verbrannt wurden – er war damals noch ein Kind –, sind sie ein wichtiger Bestandteil der kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Die Veranstaltung in Liepen erinnert an die Bücherverbrennungen der NS-Zeit und würdigt Borcherts Werk als Symbol des Widerstands und der Humanität.

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Die Lesung bietet eine Gelegenheit, sich mit den Themen Krieg, Gewalt und Zivilcourage auseinanderzusetzen. Die Kombination aus Literatur und Musik schafft eine besondere Atmosphäre in der historischen Kirche. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

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