KI statt Familie: 40 Prozent plaudern lieber mit Chatbots
KI statt Familie: 40% plaudern lieber mit Chatbots

Studie zeigt Trend: Junge Erwachsene bevorzugen KI-Gespräche

Eine aktuelle Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK zeigt, dass rund 40 Prozent der jungen erwachsenen KI-Nutzer lieber mit Künstlicher Intelligenz plaudern als mit ihren Verwandten. Sogar etwa 70 Prozent der unter 30-Jährigen halten KI-Chatbots für einen wertvollen Dialogpartner, insbesondere für einsame Menschen. Die repräsentative Studie „KI-Nutzung im privaten Alltag 2026“ befragte 3.485 Frauen und Männer ab 18 Jahren.

Expertin warnt vor negativen Folgen

Pronova-BKK-Expertin Patrizia Thamm warnt: „Unsere sozialen Fähigkeiten verarmen, wenn wir der KI gegenüber menschlichen Gesprächen den Vortritt geben.“ KI fördere klare, fertige Antworten statt offener Gesprächsprozesse und verändere damit das Kommunikationsverhalten. In der Auseinandersetzung mit anderen Menschen erlebe man Reibungen, abweichende Perspektiven, Kritik und Unsicherheit – genau daran wachse man.

Ältere Generation sieht KI als Gesprächspartner

Von den über 60-Jährigen bezeichnen 59 Prozent KI als wertvollen Gesprächspartner für Einsame. Thamm betont: „Für Einsame kann KI eine niedrigschwellige Gesprächsinstanz sein und kurzfristig das Gefühl sozialer Leere reduzieren.“ Allerdings könne KI die Einsamkeit auch verschlimmern, wenn ein Mensch nur noch diesen Kontakt suche. „Sie bleibt ein System ohne eigenes Empfinden und ersetzt keine realen Beziehungen.“

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KI im Alltag angekommen

Die Umfrage zeigt, dass Künstliche Intelligenz im Alltag der Deutschen angekommen ist. 96 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI privat für Recherche, Ratschläge oder eine nette Plauderei. Doch die Technologie ist fehleranfällig: Etwa jeder zweite junge Nutzer ist bereits auf eine Falschinformation der KI hereingefallen.

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