St. Louis – Eduard Löwen (29) öffnet sein Herz. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der unter anderem für den VfL Bochum spielte, verlor im März seine Ehefrau Ilona. Sie erlag einem Krebsleiden. Mitte April stand Löwen erstmals wieder auf dem Fußballplatz, nun sprach er erstmals öffentlich über die schweren vergangenen Wochen.
Löwen auf der Pressekonferenz vor dem MLS-Spiel seines St. Louis City SC gegen die Colorado Rapids: „Es hilft mir sehr, mit dem Team auf dem Platz zu stehen. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass es mir gut geht. Ich habe einen langen Weg vor mir, aber das ist okay. Ich bin überaus dankbar für all die Unterstützung.“
Tränen auf der Pressekonferenz
Immer wieder muss der Fußballprofi innehalten und schlucken – besonders als ein Reporter wissen möchte, was die Menschen über seine verstorbene Ehefrau wissen sollen. Löwen sagt mit Tränen in den Augen: „Nichts, was ich sagen würde, würde dem gerecht werden, wer sie war. Es gibt keine Worte für die Liebe, die wir geteilt haben.“
Und weiter: „Selbst in den letzten Tagen ihres Lebens hat sie sich um mich gekümmert und hat sich gesorgt. Das gibt euch ein gutes Beispiel, wer sie war. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie einen Menschen getroffen habe, der auch nur annähernd an ihre innere und äußere Schönheit herankam.“
Kampf gegen den Krebs
Schon im Kindesalter wurde bei Ilona ein gutartiger Hirntumor festgestellt. 2024 begannen gesundheitliche Probleme. Bei einem MRT wurde festgestellt, dass der Tumor gewachsen war. Sie musste operiert werden. Die Untersuchung des Gewebes brachte auch die Krebsdiagnose. Im christlichen Podcast „deep talk“ sagte Ilona im Februar 2025: „Ich kann es nicht anders beschreiben, als den völligen Zerbruch.“
Löwen spielt seit 2022 in St. Louis. In der Bundesliga kickte er für Nürnberg, Augsburg, Hertha und Bochum.
Löwen: „Ich weiß, dass sie nicht mehr leidet“
Löwen spricht offen über Zweifel: „Ich schaue nicht zurück und sage, ich hätte alles richtig gemacht. Ich weiß, dass ich alles versucht habe, um sie zu lieben. Aber wenn so etwas passiert, denkst du zwangsweise über die verpassten Möglichkeiten nach, sie noch mehr zu lieben.“
Der Mittelfeldspieler kehrte Mitte April auf den Rasen zurück und schoss direkt ein Tor. Er sagt: „Ich möchte das nicht herabwürdigen. Seit meine Frau gestorben ist, hat sich meine Perspektive auf so vieles verändert.“ Und: „Mein größter Schmerz der letzten zwei Jahre war, meine Frau leiden zu sehen. Ich weiß, dass sie jetzt nicht mehr leidet. Das tröstet mich am meisten.“



