Ingrid Honkala (55) aus Kolumbien berichtet von einer außergewöhnlichen Nahtoderfahrung, die sie kurz vor ihrem dritten Geburtstag erlebte. Damals fiel sie in einen Wassertank und ertrank beinahe. Heute, als ehemalige NASA-Wissenschaftlerin, ist sie überzeugt, dass ihr Erlebnis mehr war als nur eine Gehirnaktivität. Ihre Geschichte wurde unter anderem von „Jam Press“ und der „New York Post“ veröffentlicht.
Der Moment des Ertrinkens
Ingrid erinnert sich lebhaft an den Vorfall: „Es war stockdunkel. Dann sah ich von Licht umgebene Blasen. Plötzlich wurde ich von Blumen, die wie aus dem Nichts erblühten, emporgehoben und zu einem sanften, beruhigenden Licht getragen. Die Panik verschwand und wurde von einem überwältigenden Gefühl von Frieden und Stille abgelöst.“ Sie sah ihren eigenen leblosen Körper im Wasser treiben. „In diesem Moment fühlte ich mich nicht mehr wie ein Kind in einem Körper, sondern wie reines Bewusstsein, ein Feld aus Wahrnehmung und Licht. Es gab kein Zeitgefühl, keine Angst und keine Gedanken. Ich fühlte mich vollkommen eins mit dem Leben selbst.“
Die Rettung durch die Mutter
Große Wassertanks waren damals in vielen südamerikanischen Haushalten üblich, oft schlecht gesichert. Ingrids Babysitterin bemerkte den Unfall nicht, da sie in einem anderen Raum Radio hörte. Es war Ingrids Mutter, die den Todeskampf ihrer Tochter rechtzeitig bemerkte und sie wiederbelebte. Ingrid überlebte ohne Folgeschäden. Später wurde sie Wissenschaftlerin bei der NASA und arbeitete auch für die US Navy.
Jahrelanges Schweigen aus Angst vor Spott
Obwohl das Erlebnis sie mental nie losließ, sprach Ingrid jahrzehntelang nicht darüber. Sie fürchtete, man würde es als Traum oder Halluzination abtun. Mit knapp drei Jahren hat man noch kein stabiles Erinnerungsgedächtnis, aber prägende Erlebnisse können sich dennoch einbrennen. Immer wieder berichten Menschen von ähnlichen Nahtoderfahrungen: ein helles Licht oder wunderschöne Landschaften. Wissenschaftlich sind diese Phänomene nicht sicher erklärbar, obwohl es verschiedene Erklärungsansätze gibt, die Gehirn- und Bewusstseinsprozesse in Extremsituationen untersuchen.
Zwei weitere Beinahe-Tode
Ingrid Honkala wäre später noch zweimal fast gestorben: mit 25 bei einem schweren Motorradunfall und mit Anfang 50, als ihr Blutdruck während einer Operation lebensgefährlich abfiel. Beide Male erlebte sie dieselbe Ruhe und Stille sowie das Gefühl des erweiterten Bewusstseins wie in ihrer Kindheit. Heute arbeitet sie nicht mehr als Wissenschaftlerin, sondern als spiritueller Coach. Sie unterstützt Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und möchte ihnen die Angst vor dem Tod nehmen. Ihre wichtigste Botschaft: „Der Tod fühlt sich nicht wie das Ende der Existenz an.“



