Vom Hotel zum Pflegeheim: 20 Jahre 'Haus der Geborgenheit' in Eggesin
20 Jahre Pflegeheim 'Haus der Geborgenheit' in Eggesin

Ein besonderer Tag im 'Haus der Geborgenheit'

Für die 81 Bewohner und die knapp 70 Beschäftigten war es ein außergewöhnlicher Tag im Pflegeheim „Haus der Geborgenheit“ in Eggesin. Das Heim, das am 1. Januar 2006 eröffnet wurde und seitdem von der Volkssolidarität (VS) Uecker-Randow betrieben wird, feierte nun mit einigen Wochen Verspätung sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass kamen am Freitag ehemalige Mitarbeiter, Partner und Vertreter weiterer Einrichtungen vorbei, um gemeinsam mit den Eggesinern zu feiern.

Festprogramm mit Musik und Tanz

Die Kinder der VS-Kita führten ein unterhaltsames Programm auf, und es gab Musik von Lilly & Band, zu der am Ende auch getanzt werden konnte. Das Büfett war im Speisesaal aufgebaut, der immer noch mit dem dunklen Holz aus Zeiten getäfelt ist, als die Einrichtung noch ein Hotel war. Dies wird sich jedoch bald ändern, wie Patrick Dahlemann, Vorstandsvorsitzender des VS-Kreisverbands, in seiner kurzen Rede ankündigte. Für eine moderne Gestaltung, hellere Farben und die Entfernung der separaten Sitzecken hat der Träger eine sechsstellige Summe eingeplant.

Dahlemann dankte allen Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit und betonte, dass die Gehälter der Beschäftigten seit dem Jahr 2024 vollständig an einen Tarif angeglichen wurden, was zu einer besseren Bezahlung führt. Er ehrte die Köchin Marina Elkin und Manuela Vietze aus der Reinigung für ihre langjährige Treue.

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Dankesworte des Heimbeirats

Karl-Heinz Köhler, Vorsitzender des Heimrates, benannte die Schwester Petra Knoblauch und die Pflegehelferin Simone Lau, die seit Beginn dabei sind. „Wir möchten uns ganz besonders bei diesen vier Mitarbeiterinnen bedanken, dass sie seit 20 Jahren dem Haus treu sind und immer noch dafür Sorge tragen, dass wir gepflegt werden, was zu essen bekommen und in sauberen Zimmern wohnen können“, sagte er in seiner Ansprache.

„Wir, die Bewohner, die in diesem Haus leben, fühlen uns aufgehoben und sicher“, betonte Köhler. Tag und Nacht stünden ihnen Ansprechpartner zur Seite, die bei allen alltäglichen Dingen helfen. Dabei gab er einen gereimten Einblick in das Heimleben zwischen Aufstehen, Frühstück und Sport über Gedächtnistraining, Singkreis und Lesenachmittag bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem er im Rollstuhl eingeschlafen sei und geweckt werden müsse, weil es Zeit für die Nachtruhe im Bett ist.

Historischer Hintergrund des Gebäudes

Es war um das Jahr 1994 herum, als das Hotel an dieser Stelle von Volkmar und Simone Rollinger eröffnet wurde, erinnerten sich Ex-Bürgermeister Dietmar Jesse und Michael Blaha, der das Pflegeheim vor mehr als 20 Jahren aufgebaut hatte. Damals sei noch die Rede davon gewesen, dass von Eggesin nach Stettin eine Auto-Magistrale entstehen wird, erinnerte sich Blaha. Der Hotelbetrieb sei kurz nach der Jahrtausendwende eingestellt worden, schätzte Jesse. Die Hotel Rollinger GmbH ist auch Mitte 2001 gelöscht worden.

Einige Geschäfte an der Front des Gebäudes habe es danach noch gegeben und auch den Bowlingkeller, sagte Blaha. Später sei das Hotel von der Neuwoba Neubrandenburg ersteigert worden. Die Wohnungsgenossenschaft habe Partner für den Umbau zu einem Pflegeheim gesucht. Der Kreisverband der Volkssolidarität habe dann entschieden, dass man das allein schaffen könne. So startete der Umbau. Fördergelder für Umbau, Ausstattung und EDV-Anlagen seien von der ARD-Fernsehlotterie gekommen. 2006 wurde das Pflegeheim eröffnet.

Heutige Bedeutung und Ausblick

Heute ist das Haus der Geborgenheit mit insgesamt 81 Bewohnern das größte Pflegeheim der VS Uecker-Randow, erläuterte der stellvertretende VS-Geschäftsführer Michael Schulz. In der Einrichtung in Ferdinandshof leben 45 Menschen, in Ueckermünde 41. Ein dickes Lob gab es von Hausleiterin Kati Depoorter für die Küche. „Die Mitarbeiter in der Küche sind große Klasse“, sagte sie. Die hätten auch das Büfett für die Feier zubereitet und würden sich viel Mühe geben.

Nach dem offiziellen Teil gab es auch Musik, zu der getanzt werden konnte, was den festlichen Tag abrundete. Das 'Haus der Geborgenheit' bleibt somit ein wichtiger Ort der Gemeinschaft und Pflege in der Region.

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