Pierre M. Krause: Krebserkrankung führte zum Verlust enger Freundschaften
Der bekannte TV-Moderator Pierre M. Krause hat monatelang einen intensiven Kampf gegen einen bösartigen Tumor geführt. In einem emotionalen YouTube-Interview berichtet der 49-Jährige nun, dass diese schwere Zeit nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale Folgen hatte: Er verlor enge Freunde, von denen er dachte, es seien seine besten.
Funkstille in Freundschaften während der Krankheit
„Ich habe wirklich Freunde - von denen ich dachte, das sind meine besten Freunde - verloren, weil da plötzlich totale Funkstille war“, erklärte Krause in der neuen Folge von „Kurzstrecke mit Pierre M. Krause“ auf YouTube. Der Moderator betonte, dass dies das Privateste sei, was er je erzählt habe. Obwohl er enttäuscht sei, hege er keinen Groll gegen die ehemaligen Freunde. „Ich bin vielleicht ein bisschen enttäuscht, aber ich bin nicht böse.“
Unsicherheit im Umgang mit schwer kranken Menschen
In dem Gespräch mit Podcaster Tommi Schmitt („Gemischtes Hack“) wurde die Unsicherheit thematisiert, die viele Menschen im Umgang mit schwer erkrankten Angehörigen oder Freunden empfinden. Schmitt fragte: „Aber kannst du das mal sagen? Weil man fragt sich ja manchmal: Wie verhält man sich richtig? Freut man sich über eine Nachricht, wenn es einem nicht gut geht? Oder sagt man: 'Leute, es ist alles zu viel.'“
Krause vermutet, dass viele mit solchen Situationen überfordert sind und hat eine klare Botschaft für alle, die unsicher sind: „Ja, meldet euch. Und es muss keine Frage sein und man muss sich auch nicht zurückmelden. Aber es geht darum: Ich denke an dich, wenn's dir grade sehr, sehr schlecht geht.“
Rückenschmerzen als erstes Anzeichen des Tumors
Im Oktober 2025 hatte Pierre M. Krause erstmals öffentlich gemacht, dass er gegen eine Tumor-Erkrankung gekämpft hatte. Nach monatelanger Abwesenheit vom öffentlichen Leben erzählte er in einer YouTube-Folge mit „TV total“-Moderator Sebastian Pufpaff von den Anfängen seiner Erkrankung: „Ich hatte Rückenschmerzen. Es stellte sich heraus, das war ein bösartiger Tumor. Der musste entfernt werden, sonst wäre ich daran gestorben irgendwann.“
Die Behandlung beschrieb Krause als „Höllenritt“, bei dem sogar Knochen entfernt werden mussten. „Das hätte alles auch ganz anders ausgehen können. Ich habe wirklich Glück“, resümierte der Moderator. Seine Offenheit über die physischen und emotionalen Herausforderungen der Krebserkrankung soll anderen Betroffenen Mut machen und das Bewusstsein für die sozialen Aspekte schwerer Krankheiten schärfen.



