Mainz 05 im kuriosesten Stadion Europas: 200 alte Flugzeuge als Fassade
Wenn Mainz 05 am Donnerstagabend im Viertelfinal-Rückspiel der Conference League bei Racing Straßburg antritt, wird die Mannschaft von Trainer Urs Fischer nicht nur auf den sportlichen Gegner achten müssen. Die rund 2500 mitgereisten Mainzer Fans sollten jedoch einen Blick auf die außergewöhnliche Architektur des Stadions werfen, denn das Team spielt im wohl kuriosesten Stadion Europas.
Futuristisches Recycling-Projekt in Straßburg
Seit Mai 2024 wird das 32.000 Zuschauer fassende „Stade de la Meinau“ in Straßburg für stolze 160 Millionen Euro umfassend modernisiert. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das britische Architekturbüro Populous, bekannt für Entwürfe wie das Wembley-Stadion oder Tottenhams Hotspur Stadium, hat diesmal besonderen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.
Anstatt komplett neu zu bauen, entschied sich Racing Straßburg für die Modernisierung des bestehenden Stadions. Das Herzstück der Umbaumaßnahmen bildet die futuristische Südtribüne, in deren Fassade etwa 200 ausgemusterte Flugzeuge verbaut wurden.
Ausgemusterte Airbus A340 als Sonnensegel
Die besondere Fassade besteht aus recycelten Rumpfteilen des vierstrahligen Langstreckenflugzeugs Airbus A340, das in vielen Flotten aktuell durch modernere Modelle ersetzt wird. Diese wiederverwendeten Aluminium-Paneele dienen als effektive Sonnensegel für die Tribüne und bedecken eine Fläche von etwa 4.050 Quadratmetern.
Das Ergebnis ist ein unverwechselbares, metallisch glänzendes Erscheinungsbild, das dem Stadion eine einzigartige Ästhetik verleiht. Diese innovative Recycling-Lösung zeigt, wie nachhaltige Architektur und modernes Stadiondesign harmonisch vereint werden können.
Während sich die Mainzer Profis voll auf das sportliche Duell konzentrieren müssen, bietet das Stadion den Fans ein architektonisches Highlight, das in Europa seinesgleichen sucht. Die Kombination aus Fußballtradition und futuristischem Design macht das Stade de la Meinau zu einem besonderen Schauplatz für das Conference League-Viertelfinale.



