Bierkönig-Eröffnung auf Mallorca: Ausgelassene Feierlaune und altbekannte Probleme
Bierkönig-Eröffnung: Feierlaune und Probleme auf Mallorca

Bierkönig-Eröffnung auf Mallorca: Ausgelassene Feierlaune und altbekannte Probleme

Volle Hallen, ausgelassene Stimmung und bekannte Hits prägten die viertägige Eröffnung des Bierkönigs auf Mallorca, einer der beiden großen Diskotheken am Ballermann. Viele Besucher warteten lange auf diesen Moment, doch auch altbekannte Probleme blieben sichtbar.

„Alles wie immer“: Volles Haus und gute Laune

Ballermann-Sänger Tim Toupet fasste die Stimmung zusammen: „Es ist alles wie immer.“ Seine Worte lassen sich sowohl positiv als auch negativ deuten. „Der Laden ist schon wieder rappelvoll“, fügte er hinzu. Für ihn sogar zu voll, um sich in Ruhe die Neuerungen im Lokal anzuschauen.

Der Partytempel wurde früher in einen alten und einen neuen Bereich unterteilt, die mittlerweile „Platz“ und „Halle“ heißen. Bars, Imbissbuden und Bühnen wurden leicht umgestellt, doch an den kaputten und klebrigen Fliesen änderte sich nichts. Toupet betonte: „Für die Renovierungsarbeiten war es höchste Zeit. So wie ich das bei meinem ersten Auftritt kurz begutachten konnte, hat der Bierkönig das gut gemacht.“

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Stimmung „unfassbar gut“: Urlauber feiern ausgelassen

Sänger Julian Sommer zeigte sich hellauf begeistert: „Beim Opening ist immer sehr viel los, spätestens am frühen Abend ist in den Läden Einlassstopp. Alle freuen sich wieder, dass es losgeht. Die Stimmung ist unfassbar gut. Es ist zwar voll und nicht billig, wird aber wieder grandios.“

Die meisten Ballermann-Hits handeln von der Sehnsucht nach Sonne, Urlaub und der Insel. Die Besucher beim Opening kennen die Texte auswendig und es ist ihnen anzusehen, wie sie ein halbes Jahr auf diesen Moment gewartet haben.

Stefan und Femke aus Flensburg berichteten: „Wir waren vor drei Jahren zufällig beim Opening dabei. Da sind wir regelrecht mit Herzschmerz abgereist und haben ein Mallorca-Fieber entwickelt.“ Vom Norden Deutschlands mit kalten 1 Grad ging es für sie auf die etwa 25 Grad warme Mittelmeerinsel.

Urlaubsstimmung ohne Grenzen: „Hier kann ein Staatsanwalt um 13:00 Uhr besoffen feiern“

Der Flensburger, der seinen eigenen Job nicht verraten möchte, erklärte: „Hier kann ein Staatsanwalt um 13:00 Uhr besoffen feiern. In Deutschland geht das nicht.“ Er fügte hinzu: „Ob Anwalt oder Handwerker, das spielt an der Playa keine Rolle.“ Das Paar bezahlte 1.800 Euro für zwei Wochen Urlaub und zeigte sich zufrieden: „Das ist völlig in Ordnung.“

Tourismusboom trotz gestiegener Preise

Sänger Toupet hatte befürchtet, dass Urlauber wegen gestiegener Preise die Insel meiden könnten. „Das Geld sitzt scheinbar aber doch noch locker. Zumal die Lage im Nahost Mallorca umso attraktiver macht“, gab er zu bedenken.

Sänger Sommer ergänzte: „Es werden so oder so sehr viele Leute nach Mallorca kommen, es werden aber auch viele sagen: Es ist WM. Wo kann ich das auch cool gucken und feiern?“ WM-Jahre seien für Mallorca immer Boom-Jahre, wusste der Sänger.

Altbekannte Probleme: Illegale Händler und Taschendiebe

Außerhalb des Bierkönigs zeigten sich jedoch die üblichen Probleme. Die sogenannte Schinkenstraße zum Meer ist gepflastert mit den Trikots illegaler Straßenhändler. In der Auslage erscheint wieder das Trikot mit der Aufschrift „Führer“ und der Nummer 44, die in der Schriftart eher nach „SS“ aussieht. In Spanien sind rechtsradikale Symbole nicht verboten.

Im Vorjahr verschwanden die Shirts kurzzeitig, nachdem sich viele Urlauber beschwert hatten. Nun sind sie wieder da. Polizisten, die die illegalen Straßenhändler abmahnen könnten, sind weit und breit nicht zu sehen. Die Urlauber aus Flensburg klagten: „Die Zahl an Taschendieben ist erschreckend. Da muss man echt aufpassen.“

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