Festivalleiter: Keine Angst vor falschem Besteck beim Feinschmeckerfestival
Der Leiter des Feinschmeckerfestivals „eat! Berlin“, Bernhard Moser, wirbt für einen entspannten Zugang zur gehobenen Küche. In einem Interview mit dem Inforadio des RBB erklärte der erfahrene Koch, Kellner und Diplom-Sommelier, dass traditionelle Etikette-Regeln heute nicht mehr zwingend erforderlich seien.
Entspannte Atmosphäre in der Sterne-Gastronomie
„Ich glaube, grundsätzlich, diese Angst vor falschem Besteck und vor der falschen Kleidung, die können wir komplett ausnehmen“, betonte Moser. „Da sind wir jetzt wirklich nicht mehr in den 80ern oder 90ern.“ Die Berliner Sterne-Gastronomie sei seiner Einschätzung nach „enorm entspannt geworden“. Gäste würden mittlerweile auch in Jeans und T-Shirts in renommierten Restaurants speisen.
Vielfältiges Programm für verschiedene Budgets
Das Festival „eat! Berlin“ findet vom 19. Februar bis zum 1. März statt und bietet ein breites kulinarisches Programm. Moser betonte, dass sich das Festival zwar an zahlungskräftige Gäste richte, aber auch niedrigschwellige Angebote bereithalte. So könne man beispielsweise für 69 Euro ein komplettes Menü inklusive Getränkebegleitung genießen.
Das Programm umfasst sowohl exklusive Events wie das „Dicke Dinge Dinner“ in der Brasserie Colette von Sternekoch Tim Raue für 279 Euro am Donnerstag als auch regelmäßige Angebote wie den „Catch of the day“ – ein Drei-Gang-Menü mit Weinprobe im Carl & Sophie Spree Restaurant für 69 Euro an verschiedenen Tagen.
Moderne Gastronomie ohne starre Regeln
Moser unterstrich, dass die moderne Spitzengastronomie Wert auf kulinarische Erlebnisse lege, nicht auf formelle Kleidungsvorschriften oder perfekte Tischmanieren. Diese Entwicklung spiegelt einen generellen Trend in der Gastronomieszene wider, der Inklusivität und Genuss in den Vordergrund stellt.
Das Festival „eat! Berlin“ positioniert sich damit als zugängliches Event für alle Feinschmecker, unabhängig von ihrem Hintergrund oder ihrem Wissen über traditionelle Benimmregeln. Die Botschaft ist klar: Beim guten Essen sollte der Genuss im Mittelpunkt stehen, nicht die Etikette.



