Seit 25 Jahren ist Sylvia Walther die Pächterin des „Central Theater“ in Thale, das in diesem Jahr seinen 115. Geburtstag feiert. Doch die Zeiten sind herausfordernd – sowohl für kleine Kinos als auch für sie persönlich. Wie sie mit den Schwierigkeiten umgeht und warum ihr Haus für viele mehr als nur ein Ort zum Filme schauen ist.
Ein Kino mit Geschichte
Bereits 1911 wurde das Kino in der Bahnhofstraße in Thale eröffnet. „Was hier in der Gegend gedreht wurde, geht immer“, sagt Kinobetreiberin Sylvia Walther. Ob es „Der Medicus“ war – nach dem gleichnamigen Weltbestseller von Noah Gordon –, die Verfilmung von Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ oder ganz aktuell: „Rose“, das österreichisch-deutsche Historiendrama von Markus Schleinzer mit Sandra Hüller in der Hauptrolle. Diese Filme haben einen besonderen Bezug zur Region und ziehen die Zuschauer an.
Herausforderungen und Durchhaltewillen
Die Kinobranche hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Streamingdienste und die Pandemie haben kleine Kinos hart getroffen. Doch Sylvia Walther gibt nicht auf. Sie setzt auf regionale Filme, besondere Events und die Treue ihres Stammpublikums. „Das Kino ist ein kultureller Treffpunkt“, betont sie. „Hier treffen sich Generationen, um gemeinsam zu lachen, zu weinen und zu staunen.“
Das Jubiläum ist für sie ein Anlass, zurückzublicken und gleichzeitig nach vorne zu schauen. Mit viel Engagement und Leidenschaft hält sie das „Central Theater“ am Leben. Für viele Thaler ist es mehr als nur ein Kino – es ist ein Stück Heimat.



