Wenige Tage vor der endgültigen Kader-Nominierung für die Weltmeisterschaft 2026 am 21. Mai zeichnet sich ab, dass Manuel Neuer kurz vor seinem DFB-Comeback steht und das Turnier als Nummer eins bestreiten könnte. Dies würde bedeuten, dass der bisherige Stammtorhüter Oliver Baumann zurück ins zweite Glied rücken müsste.
Der Keeper der TSG Hoffenheim ist Teil der NDR-Dokumentation „Keeper – Zwischen Sieg und Scheitern“, die am 17. Mai veröffentlicht wurde. Die Doku begleitet ihn sowie Ron-Thorben Hoffmann (Eintracht Braunschweig) und Stina Johannes (VfL Wolfsburg/DFB-Frauen) in den vergangenen Wochen.
Baumann über Neuer: Weltklasse, aber nicht sein Vorbild
In der Doku spricht Baumann unter anderem über das Zusammenspiel mit Neuer beim DFB: „Er hat das Torwartspiel extrem geprägt und spielt bis heute auf einem Niveau, was Weltklasse ist.“ Der 35-Jährige erklärte zwar, dass er sich nicht viel von ihm abschauen könne, da er nicht die Größe und das physische Gesamtpaket wie Neuer habe, aber „trotzdem war es interessant, wie er die Situationen löst und wie er trainiert“.
Ein Satz mit neuer Bedeutung
Am Ende der Doku wurde Baumann auf die Ausstrahlung seines Kontrahenten auf dem Platz zwischen den Pfosten angesprochen. Daraufhin meinte er: „Ich glaube nicht, dass die Topspieler, die in den Nationalteams oder in der Bundesliga unterwegs sind, nachdenken: ‚Oh Mist, da steht der Manu, ich treffe den Ball auf einmal nicht mehr oder ich habe Angst, nur weil der eine Aura hat.‘“
Abschließend betonte der Keeper mit Blick auf den Sommer – emotional sichtlich bewegt: „Natürlich war der Traum Nationalmannschaft da, und den jetzt greifen zu können, ist das absolute Highlight meiner Karriere.“ Unmittelbar auf diesen Satz leiten die Macher zur aktuellen Lage um das wahrscheinliche Neuer-Comeback und die sich anbahnende Degradierung Baumanns zur Nummer 2 über. Dieser Satz erhält nun eine bittere Pointe, da Baumanns Traum von der Nummer eins bei der WM möglicherweise platzt.



