Mit zwei Siegen an den letzten beiden Spieltagen hat sich Union Berlin doch noch den 11. Platz in der Tabelle gesichert. Der Klassenerhalt war zwar bereits geschafft, doch die Eisernen standen zwischenzeitlich auf Platz 13. Die zwei Plätze, die sie mit Siegen in Mainz (3:1) und gegen Augsburg (4:0) gutgemacht haben, sind dennoch von großer Bedeutung. Denn: Union braucht den Erfolg für die Vereinskasse. Das weiß auch Union-Manager Horst Heldt (56). In der ARD-Doku „Fußball Insider“ spricht er über die Einnahmequellen, die Vereine in der Bundesliga haben.
Einnahmequellen der Bundesliga-Vereine
„Hauptsächlich in der ersten Liga spielen und da leben wir wie andere Vereine auch davon, Einnahmen zu generieren. Zum einen durch Transfers, aber auch durch sportlichen Erfolg. Das sind die größten Treiber. Sponsoren beispielsweise“, erklärt Heldt. International haben die meisten großen Vereine inzwischen ausländische Investoren. In der Bundesliga verhindert die 50+1-Regel dies jedoch. Für Bundesliga-Klubs ist der Erfolg daher noch ausschlaggebender. Jeder Tabellenplatz mehr oder weniger hat einen Einfluss darauf, wie viele TV-Gelder ein Verein bekommt. Und die besten Klubs locken meist auch die größeren Sponsoren an. Durch Transfererlöse werden in der Regel neue Spieler geholt.
Investition in die Zukunft: Das neue Trainingszentrum
Union hat gerade erst rund 40 Millionen Euro in ein neues Trainingszentrum gesteckt. Eine innovative Anlage, die sich Männer- und Frauenteam teilen werden, inklusive Trainingsplatz auf dem benachbarten Parkhaus. Heldt erklärt dazu: „Das ist eine Investition, die wichtig und auch absolut notwendig ist.“ Zum Thema Finanzierung solcher Mega-Projekte zur Weiterentwicklung des Vereins sagt er: „Aber es ist halt nicht so, ich verkaufe die Spieler und nehme dann dafür halt Geld ein. Wir brauchen andere Einnahmen, um dieses Projekt zu finanzieren.“
Stadionausbau als nächste große Herausforderung
Mit dem Stadionausbau steht den Köpenickern bald die nächste große Investition bevor. Dafür ziehen sie in der Saison 2027/28 ins Olympiastadion um. Die Finanzierung dieser Projekte bleibt eine zentrale Aufgabe für den Verein, der auf nachhaltige Einnahmequellen setzt.



