Traditioneller Oscar-Lunch vereint Hollywood-Elite mit deutschen Talenten
Im glamourösen Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills fand das jährliche Oscar-Luncheon statt, eine feste Tradition im Vorfeld der prestigeträchtigen Academy Awards. Zu diesem exklusiven Mittagessen waren ausschließlich die Nominierten der diesjährigen Oscar-Verleihung geladen, die sich in entspannter Atmosphäre auf die große Gala vorbereiteten.
Klassenfoto mit über 200 Filmschaffenden
Mehr als zweihundert Filmschaffende aus allen vierundzwanzig Oscar-Kategorien versammelten sich für das traditionelle Gruppenfoto. Schulter an Schulter stellten sich Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Drehbuchautoren, Komponisten, Maskenbildner, Kurzfilmer und Kameraleute in sieben Reihen auf, um diesen besonderen Moment festzuhalten.
Unter den anwesenden Stars befanden sich zahlreiche Hollywood-Größen wie Timothée Chalamet, der in der Tragikomödie „Marty Supreme“ als ambitionierter Tischtennisspieler brilliert, Emma Stone aus „Bugonia“, die ihren dritten Oscar gewinnen könnte, sowie Leonardo DiCaprio, der seinen Vater George zu dem Treffen mitbrachte. Auch Regielegende Steven Spielberg und weitere prominente Persönlichkeiten der Filmindustrie waren vor Ort.
Deutsche Spezialeffektekünstler im Oscar-Rennen
Besonders erwähnenswert ist die Präsenz deutscher Filmschaffender bei diesem Elite-Treffen. Die beiden Spezialeffektekünstler Michael Ralla und Guido Wolter sind gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen für ihre Arbeit am Blockbuster „Blood & Sinners“ nominiert. Ralla, der an der Hochschule der Medien in Stuttgart studierte und seit 2010 in Kalifornien lebt, sowie Wolter, Absolvent der Bauhaus-Universität Weimar, repräsentieren dabei deutsche Expertise auf höchstem internationalem Niveau.
„Es ist echt wahnsinnig spannend, einfach mal dabei zu sein“, berichtete Michael Ralla im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur nach seinem ersten Oscar-Luncheon. „Das war jetzt so der Moment, wo das alles ein bisschen real wurde, wo ich dachte, okay, jetzt sind wir wirklich hier angekommen“. Der 46-jährige Familienvater aus Achern im Schwarzwald hat bereits an zahlreichen Hollywoodproduktionen mitgewirkt, doch eine Oscar-Nominierung erlebt er zum ersten Mal.
Begegnungen mit Filmlegenden
Für Ralla war das Luncheon ein besonders intensives Erlebnis: „Ein paar Tische weiter neben Spielberg und DiCaprio zu sitzen, sei doch etwas Neues, meint der zweifache Vater - 'jede Menge Leute getroffen, jede Menge Hände geschüttelt, das war ein wildes Erlebnis'“. Besonders bewegend war für ihn das Wiedersehen mit Regisseur Guillermo del Toro, bei dessen Film „Pacific Rim“ er 2013 mitgearbeitet hatte.
Ralla nutzte die Gelegenheit, um den mexikanischen Regisseur auf einen prägenden Rat anzusprechen: Del Toro hatte ihm damals empfohlen, „nicht alles so perfekt“, sondern bunt und menschlich zu gestalten. Genau dieses Konzept habe das Team nun bei der Arbeit an „Blood & Sinners“ umgesetzt, wie der Spezialeffektekünstler erklärte.
Favoriten für die Oscar-Verleihung am 15. März
Das musikalische Vampirdrama „Blood & Sinners“ von US-Regisseur Ryan Coogler geht mit sensationellen sechzehn Nominierungen als absoluter Favorit ins Oscar-Rennen. Das Vampir-Südstaatendrama könnte bei der Verleihung im Dolby Theatre am 15. März zahlreiche Trophäen gewinnen.
Weitere aussichtsreiche Kandidaten sind der schwarzhumorige Politthriller „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson mit dreizehn Nominierungen, gefolgt von dem Monsterfilm „Frankenstein“, der Tragikomödie „Marty Supreme“ und dem norwegischen Familiendrama „Sentimental Value“ mit jeweils neun Nennungen. Acht Nominierungen erhielt zudem das Drama „Hamnet“ über die Shakespeare-Familie.
In der Königskategorie „Bester Film“ konkurrieren neben diesen sechs Favoriten vier weitere Werke: „Train Dreams“, „Bugonia“, „The Secret Agent“ und der Rennsport-Streifen „F1“. Die Spannung steigt somit kontinuierlich, bis die Gewinner während der glamourösen Oscar-Gala bekannt gegeben werden.
Der traditionelle Oscar-Lunch hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur ein gesellschaftliches Highlight, sondern auch eine wichtige Plattform für den internationalen Austausch innerhalb der Filmindustrie darstellt – mit deutscher Beteiligung auf höchstem Niveau.



