Peaky Blinders kehrt zurück: Kinofilm 'The Immortal Man' setzt Tommy Shelbys Saga fort
Vier Jahre nach dem offenen Ende der sechsten Staffel kehrt die Kultserie Peaky Blinders in einem spektakulären Kinofilm zurück. Peaky Blinders: The Immortal Man ist seit dem 20. März 2026 bei Netflix verfügbar und markiert den Abschluss der Saga um den charismatischen Gangsterboss Tommy Shelby, gespielt von Oscar-Gewinner Cillian Murphy.
Ein Geschenk für die treuen Fans der Serie
Für Hauptdarsteller Cillian Murphy stellt der Film ein besonderes Dankeschön an die Anhänger dar. "Die Idee war, etwas zu schaffen, das wie ein Geschenk für die Fans ist", erklärt der 49-jährige Schauspieler im Interview. "Ein Geschenk als Zeichen unserer Dankbarkeit für all ihre Hingabe und dafür, dass sie die Serie zu diesem globalen Phänomen gemacht haben." Murphy wurde durch die Rolle des innerlich zerrissenen Gangsters im ikonischen dunklen Dreiteiler mit Schiebermütze weltberühmt.
Größere Möglichkeiten und neue Herausforderungen im Kinoformat
Serienschöpfer Steven Knight betont, dass der Wechsel zum Kinoformat kreative Vorteile bietet. "Wir können Sachen in die Luft sprengen, wir haben ein etwas größeres Budget", so der 66-Jährige. Gleichzeitig stellt ein Film eine besondere Herausforderung dar: "Man muss sehr gezielt vorgehen. Man hat nicht den Luxus, mehrere Handlungsstränge parallel zu erzählen." Knight zeigt sich besonders stolz darauf, dass die Serie unerwartete Bewunderer wie Snoop Dogg, Asap Rocky oder den verstorbenen David Bowie gewonnen hat.
Handlung: Tommy Shelbys Rückkehr in die Welt der Gewalt
Der Film spielt einige Jahre nach den Ereignissen der sechsten Staffel, vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Der gealterte und von Verlusten gezeichnete Tommy Shelby hat sich aufs Land zurückgezogen und der Gewalt den Rücken gekehrt. Doch er wird unweigerlich wieder in die Machenschaften hineingezogen.
In Birmingham führt nun sein Sohn Duke Shelby, gespielt von Barry Keoghan, die Geschäfte der Peaky Blinders. Unter seiner Führung hat sich die Gang verändert: Sie ist brutaler, rücksichtsloser und folgt nicht mehr dem alten Ehrenkodex. Als Duke ein riskantes Geschäft mit den falschen Partnern eingeht, muss sein Vater in sein altes Revier zurückkehren.
Prominente Neuzugänge und historischer Hintergrund
Die Besetzung wird durch mehrere Topstars erweitert:
- Rebecca Ferguson spielt die mysteriöse Roma-Frau Kaulo Chirklo
- Tim Roth verkörpert den Faschisten Beckett, der mit den Nazis kooperiert
Wie bereits in der Serie lässt Steven Knight reale historische Ereignisse in die Handlung einfließen. Ein zentraler Plotpunkt ist die "Aktion Bernard" – eine gigantische Falschgeld-Operation der Nazis zur Destabilisierung der britischen Wirtschaft.
Emotionaler Kern: Der Konflikt zwischen Vater und Sohn
Den emotionalen Mittelpunkt der Geschichte bildet das komplexe Verhältnis zwischen Tommy und Duke Shelby. "Er steckt gerade ein wenig fest, er ist mitten in der Midlife-Phase und blickt zurück auf sein Leben", erklärt Murphy zu Tommys Gemütszustand. Die ersten zwanzig Minuten des Films beschreibt der Schauspieler als "wie eine Geistergeschichte", in der Tommy von Visionen der Verlorenen geplagt wird.
Kein endgültiges Ende für das Peaky-Blinders-Universum
Obwohl Peaky Blinders: The Immortal Man die Tommy-Shelby-Saga abschließt, bedeutet dies nicht das Ende des gesamten Franchise. Berichten zufolge ist bereits eine Nachfolgeserie in Planung. Für Steven Knight schließt sich mit diesem Film jedoch ein Kreis: "Hätte ich damals gesagt, dass mal so etwas daraus wird, wäre es reine Fantasie gewesen", erinnert er sich an die bescheidenen Anfänge der Serie. "Aber ich habe nach der ersten Staffel in einem Interview gesagt, dass die Serie mit einem Film enden wird, der im Zweiten Weltkrieg spielt. Und das haben wir gemacht."
Der Film funktioniert auch für Zuschauer, die die Serie nicht kennen, und vereint mit Cillian Murphy und Barry Keoghan zwei der charismatischsten Darsteller der Gegenwart in einem intensiven Vater-Sohn-Konflikt.



