Sushi statt Roulade: Wie ein DDR-Wirt mit japanischer Küche überraschte
Mitten in der DDR des Jahres 1966 wagte ein mutiger Gastronom einen kulinarischen Aufstand, der das gewohnte Bild der Thüringer Küche radikal infrage stellte. Diese bemerkenswerte wahre Geschichte wird nun im Film "Sushi in Suhl" erzählt, den der Kinoclub Altentreptow in seinen aktuellen Vorstellungen präsentiert.
Die kulinarische Revolution in der HO-Gaststätte
Rolf Anschütz, Chef der HO-Gaststätte "Waffenschmied" in Suhl, hatte eines Tages genug von den traditionellen Gerichten mit Klößen, Rouladen und Rotkraut. In einer Zeit, in der die DDR-Gastronomie von heimischen Spezialitäten dominiert wurde, beschloss er, seinen Gästen etwas völlig Neues zu bieten: authentisches japanisches Essen. Diese Entscheidung markierte den Beginn einer außergewöhnlichen gastronomischen Geschichte, die bis heute fasziniert.
Filmvorführung mit Starbesetzung in Altentreptow
Der Kinoclub Altentreptow zeigt diese besondere Filmgeschichte am Donnerstag, 19. Februar, und Freitag, 20. Februar, im "Stadtkrug". Die Produktion wartet mit einer hochkarätigen Besetzung auf:
- Uwe Steimle (bekannt aus "Polizeiruf 110")
- Ina Paule Klink ("Wilsberg")
- Marleen Lohse ("Nord bei Nordwest")
- Christian Tramnitz ("Das Kanu des Manitu")
- Thorsten Merten ("Spreewaldkrimi")
In einer Schlüsselszene des Films bewirten Geisha Giesela, gespielt von Ina Paule Klink, und "Anschütz-San", dargestellt von Uwe Steimle, ihre ersten Gäste in authentisch japanischem Ambiente.
Kinoabend mit kulinarischem Rahmenprogramm
Der besondere Kinoabend beginnt bereits um 19 Uhr mit einem Buffet, das den gastronomischen Charakter der Veranstaltung unterstreicht. Die eigentliche Filmvorführung startet um 20 Uhr. Interessierte Besucher werden um eine telefonische Reservierung unter der Nummer 03961 216763 gebeten, um sich einen Platz für diesen außergewöhnlichen Film- und Kulinarikabend zu sichern.
Diese Filmvorstellung bietet nicht nur unterhaltsames Kino, sondern auch einen Einblick in ein faszinierendes Kapitel der DDR-Gastronomiegeschichte, das zeigt, wie kulinarische Innovation selbst in restriktiven Zeiten möglich war.



