Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine feste Größe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) präsentiert regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gab es wieder viele denkwürdige Fundstücke mit spannenden Geschichten. BILD stellt Ihnen das Highlight der Folge vor und zeigt, welche weiteren Raritäten am Freitag, dem 8. Mai 2026, versteigert wurden.
Das Highlight der Folge: Goldarmband von Zar Nikolaus I.
Bei „Bares für Rares“ wurde es heute kaiserlich – und teuer. Pierre aus Fürth präsentierte Moderator Horst Lichter und Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) ein goldenes Armband, das nicht nur glänzt, sondern eine besondere Geschichte erzählt. Das elastische Armband aus 583er-Gold und schwarzer Emaille wurde 1855 als Trauerschmuck zum Gedenken an Zar Nikolaus I. gefertigt und an das adelige Umfeld ausgegeben. Es ist kein gewöhnliches Accessoire, sondern ein Stück russischer Zarengeschichte. Die Expertin zeigte sich begeistert: historischer Wert, kunstvolle Handarbeit, symbolträchtige Gestaltung und seltene Punzen, darunter eine Petersburger Stadtmarke und eine kyrillische Beschaumeistermarke.
Das Armband landete 2020 in Pierres Besitz. Bei einer Auktion ersteigerte er das Stück, ohne den historischen Hintergrund zu kennen. Ursprünglich wollte er daraus einen Porträtanhänger für eine Goldkette fertigen lassen. Mit Blick auf die Expertise war es wohl sein Glück, dass kein Goldschmied sich an den Umbau wagte.
Expertise und Verkauf
Trotz kleiner Abnutzungsspuren und improvisierter Restaurierungen ist das Armband gut erhalten. Die Schätzung lag bei 3.000 bis 4.000 Euro. Pierre hoffte auf 3.200 bis 3.500 Euro. Im Händlerraum entwickelte sich schnell ein Wettbieten. Die gesamte Runde stieg ein, bis die 3.000-Euro-Marke geknackt war. Dann entbrannte ein Zweikampf zwischen Daniel Meyer (46) und Benjamin Leo Leo (53). Letzterer setzte sich durch: Für 4.800 Euro sicherte er sich den über 170 Jahre alten Trauerschmuck – 800 Euro über der maximalen Expertise und 1.300 Euro über Pierres Wunschpreis. Pierre sagte mit breitem Lächeln: „Mit so viel Geld hätte ich nicht gerechnet. Ich bin richtig glücklich.“
Weitere Raritäten vom 8. Mai 2026
- Spardose in Bienenkorb-Form: Barbara und Ruth aus Oldenburg brachten ein kunstvolles Spardöschen aus 750er-Silber in Bienenkorbform mit. Expertin Dr. Friederike Werner (64) ordnete es ins 19. Jahrhundert ein und schätzte den Wert auf 400 bis 500 Euro.
- Reiseschreibtisch aus Nussbaumholz: Ralf aus Lübeck präsentierte einen edlen Reiseschreibtisch aus Nussbaumholz, gefertigt um 1900 bis 1910 bei Skrebensky & Söhne in Prag. Experte Detlev Kümmel (58) schätzte den Wert auf 500 bis 700 Euro.
- Cocktailring mit Sternsaphir: Resi und Tatjana kamen mit einem Cocktailring aus 14-karätigem Gold. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel erkannte den synthetischen Sternsaphir samt Diamantbesatz und taxierte den Ring auf 500 bis 600 Euro.
- Rallye-Startnummernschilder: Judith und Thorsten aus der Südpfalz hatten Rallye-Startnummernschilder aus den 1960ern dabei. Detlev Kümmel sah ein authentisches Stück Motorsportgeschichte und schätzte das Konvolut auf rund 300 Euro.
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.



