Kulturquartier Neustrelitz feiert zehnjähriges Jubiläum mit Förderverein
Kulturquartier Neustrelitz: 10 Jahre mit neuem Förderverein

Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz hat am vergangenen Wochenende seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Trotz finanzieller Sorgen der Stadt standen an diesem Tag die Freude und das Engagement der Mitarbeiter im Vordergrund. Der neu gegründete Förderverein stellte sich erstmals der Öffentlichkeit vor und durfte sich über zahlreiche neue Mitglieder freuen.

Ein Doppeljubiläum im historischen Gebäude

Geschäftsführerin Dorothea Klein-Onnen betonte, dass das Haus in diesem Jahr eigentlich ein Doppeljubiläum feiere. Vor 125 Jahren wurde im selben Gebäude das „Postamt I. Classe“ eröffnet, ein zentraler Knotenpunkt für Austausch und Kommunikation in der Region. Nach der Schließung der Post im Jahr 2000 erwarb die Stadt das Gebäude und ließ es zwischen 2008 und 2015 umfassend sanieren, erweitern und umbauen. Im April 2016 eröffnete schließlich das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz, das heute wieder ein Ort des Austauschs und der Kommunikation ist.

Programm und Besucherandrang

Am Jubiläumstag konnten die Gäste Ausstellungen zur Entstehungsgeschichte als Postgebäude, zum Umbau und Porträts von Nutzern besichtigen. Historische Bilder zeigten, wie das Haus vor der Sanierung aussah. Das Kulturquartier zieht durch seine vielfältigen Angebote eine breite Bevölkerungsschicht an – im vergangenen Jahr verzeichnete es 40.000 Besucher. In den letzten fünf Jahren stieg die Nutzung um 150 Prozent, was laut Klein-Onnen nur dank des hoch motivierten Teams möglich sei.

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Wirtschaftlich schwierige Zeiten und neue Initiativen

Das Kulturquartier feiert sein Jubiläum in einer finanziell schwierigen Zeit für die Stadt. Das Haus bemüht sich weiterhin um Sparmaßnahmen, und im März wurde ein Förderverein gegründet, der sich auf dem Fest erstmals öffentlich präsentierte. Stadtpräsident Max Odebrecht (CDU) würdigte das Engagement der Mitarbeiter und begrüßte die Gründung des Fördervereins als Zeichen für Eigeninitiative. Die aktuellen Diskussionen um Mittelkürzungen sollten an diesem Tag nur eine Randnotiz bleiben – es gehe um positive Emotionen.

Förderverein gewinnt neue Mitglieder

Der Förderverein möchte das Kulturquartier finanziell unterstützen, in die Stadtvertretung hineinwirken und eigene Angebote im Haus schaffen, erklärte Vorstandsmitglied Kerstin Feldkamp. Zu den zwölf Gründungsmitgliedern kamen am Geburtstag dank eines eigenen Informationsstandes 30 neue hinzu.

Kika-Moderator und prominente Gäste

Durch das Programm führte Kika-Moderator Christian Bachmann, der nicht nur die Auftritte moderierte, sondern auch Interviews mit Mitwirkenden führte. Im Laufe des Tages besuchten Stadtvertreter und Persönlichkeiten wie Georg Alexander Herzog zu Mecklenburg mit seiner Familie das Kulturquartier. Viele Familien nutzten die Gelegenheit zu Führungen durch die Stadt, zur ehemaligen Stasi-Haftanstalt in der Töpferstraße oder durch die Ausstellung zur Regionalgeschichte.

Geburtstagstorte in Rekordzeit verzehrt

Am wärmeren Nachmittag verlegte sich die Feier nach draußen. Dorothea Klein-Onnen und Max Odebrecht schnitten eine von der Partnerstadt Schwäbisch Hall gespendete Geburtstagstorte an. Der Andrang war so groß, dass die Torte nach nur 17 Minuten vollständig aufgegessen war. „Ich habe schon Rücken“, scherzte der Stadtpräsident über den niedrigen Tisch – der Spaß durfte an diesem Tag nicht zu kurz kommen.

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