Die Jury der Kunstbiennale in Venedig ist geschlossen zurückgetreten. Grund ist ein heftiger Streit über die Teilnahme russischer Künstler an der renommierten Ausstellung. Das berichtet die Bild-Zeitung.
Hintergründe des Rücktritts
Die Entscheidung der Biennale-Leitung, russische Künstler trotz des Ukraine-Krieges zur Teilnahme zuzulassen, hatte innerhalb der Jury für erhebliche Spannungen gesorgt. Mehrere Jurymitglieder hatten bereits im Vorfeld ihre Ablehnung signalisiert. Nach intensiven Diskussionen sei nun der gesamte Gremium zurückgetreten.
Reaktionen aus der Kunstwelt
Der Rücktritt sorgt in der internationalen Kunstszene für Aufsehen. Zahlreiche Künstler und Kuratoren äußerten sich bestürzt über die Entwicklung. Einige unterstützen den Schritt der Jury, andere kritisieren ihn als überzogen. Die Biennale-Leitung hat noch nicht offiziell Stellung genommen.
Die Kunstbiennale in Venedig zählt zu den bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst weltweit. Sie findet alle zwei Jahre statt und lockt tausende Besucher an. Der Streit um die Russland-Teilnahme könnte die diesjährige Ausgabe überschatten.
Auswirkungen auf die Ausstellung
Es ist noch unklar, wie es nun weitergeht. Die Biennale muss möglicherweise eine neue Jury berufen oder das Konzept anpassen. Die Eröffnung ist für Mai geplant. Der Rücktritt könnte zu Verzögerungen führen.
Beobachter rechnen mit weiteren Diskussionen über die Rolle von Kunst in politischen Konflikten. Die Frage, ob russische Künstler von internationalen Ausstellungen ausgeschlossen werden sollten, spaltet die Kulturszene seit Beginn des Ukraine-Krieges.



