Mit viel Humor haben die Schokoladen-Fabrik Halloren und ihr Chef Darren Ehlert Ende vergangenen Jahres auf die Kritik von „Besseresser“ Sebastian Lege reagiert. Durchaus mit Kalkül, wie der Halloren-Boss verrät. Denn eines wollten seine Firma und er auf keinen Fall.
Humor als strategisches Mittel
Als die Aufnahme des Gesprächs am Dienstagmorgen zum Tag des Lokaljournalismus zu Ende ist, ist Halloren-Chef Darren Ehlert sogar ein bisschen überrascht. „Sebastian Lege kommt wirklich in die Stadt? Das wusste ich gar nicht!“ Diese Reaktion zeigt, wie gelassen das Unternehmen die öffentliche Diskussion um seine Produkte nimmt. Statt sich in eine defensive Haltung zu begeben, setzte Halloren auf eine humorvolle Antwort. „Wir wollten auf keinen Fall in eine Diskussion verwickelt werden, die uns schadet“, erklärt Ehlert. „Humor war der beste Weg, um die Situation zu entschärfen und gleichzeitig unsere Marke zu stärken.“
Die Hintergründe der Kritik
Sebastian Lege, bekannt als TV-Koch und Lebensmittelexperte, hatte die Halloren-Kugeln einem Test unterzogen und dabei „neue“ Rezepte vorgeschlagen. Seine Kritik sorgte in Halle für reichlich Aufsehen und brachte das Traditionsunternehmen in die Schlagzeilen. Doch anstatt sich zu rechtfertigen, reagierte Halloren mit einer humorvollen Kampagne, die in den sozialen Medien und in der lokalen Presse breit diskutiert wurde.
„Wir haben die Kritik ernst genommen, aber wir wollten zeigen, dass wir uns nicht verbiegen lassen“, so Ehlert weiter. „Unsere Kunden stehen zu uns, und das haben wir mit einem Augenzwinkern deutlich gemacht.“ Die Strategie ging auf: Die Verkaufszahlen blieben stabil, und die Marke gewann sogar an Sympathie.
Die Episode zeigt, wie Unternehmen mit öffentlicher Kritik umgehen können, ohne in eine Eskalationsspirale zu geraten. Halloren bewies, dass Humor nicht nur eine menschliche Eigenschaft ist, sondern auch ein wirksames Instrument in der Krisenkommunikation sein kann.



