Vogelküken im Frühling: Wann junge Wildtiere Hilfe brauchen
Vogelküken im Frühling: Wann Hilfe nötig ist

Im Frühling haben viele heimische Wildtiere Nachwuchs. Während die meisten Jungtiere keine Hilfe benötigen, lohnt es sich bei kleinen Vögeln genauer hinzusehen. Die Deutsche Wildtier Stiftung und die Tierschutzorganisation Vier Pfoten geben Tipps, wann und wie Sie helfen können.

Helfen oder in Ruhe lassen?

Ob ein Vogelküken Hilfe braucht, hängt davon ab, ob es sich um einen Nestling oder einen Ästling handelt. Nestlinge sind sehr jung, oft kaum befiedert und haben möglicherweise noch geschlossene Augen. Sie können außerhalb des Nestes nicht überleben und sollten behutsam zurückgesetzt werden. Ästlinge hingegen verlassen das Nest kurz vor dem Flüggewerden. Sie hüpfen oder flattern, sitzen am Boden und werden weiterhin von den Eltern versorgt. Wer sie einsammelt, trennt sie womöglich für immer von ihren Eltern.

Ästlinge erkennen

Ästlinge erkennt man daran, dass sie hüpfen oder flattern, statt zu fliegen, am Boden oder in Bodennähe sitzen und die Elterntiere in der Umgebung sind. Nur bei offensichtlichen Verletzungen oder akuten Gefahren wie einer nahen Straße oder einer herumstreifenden Katze ist ein Eingreifen nötig. Dann kann man den Ästling vorsichtig in eine dichte Hecke in der Nähe setzen.

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Gefahren für Jungvögel beseitigen

Offene Regentonnen sind ein Risiko für Jungvögel, da sie hineinplumpsen und ertrinken können. Die Deutsche Wildtier Stiftung empfiehlt, Regentonnen abzudecken und bei Gartenteichen Ausstiegshilfen wie ein Brett oder einen Stock anzubringen.

Von jungen Wildtieren Abstand halten

Bei Spaziergängen in Wald und Flur sollten Wege nicht verlassen werden, um Wildtiere nicht aufzuschrecken. Hunde sind unbedingt anzuleinen, da sie für Jungtiere gefährlich sein können. Ein allein und regungslos daliegendes Rehkitz oder Feldhäschen ist in der Regel ein Schutzmechanismus; die Mutter kehrt zum Säugen zurück. Nur bei Verletzungen sollte man Fachleute wie eine Wildtierstation oder Tierärztin rufen, da das Anfassen enormen Stress bedeutet und das Tier wehrhaft reagieren kann.

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