Lange Zeit war der berühmte Spross des Reederei-Imperiums Onassis in der Versenkung verschwunden. Jetzt mehren sich ihre Auftritte wieder. Athina Onassis (41) tauchte am Mittwoch bei einer Modeveranstaltung in Barcelona auf. Eine zaghafte Rückkehr in die Welt der Blitzlichter und des Geldes, die sie doch eigentlich seit Jahren meidet.
Überraschungsauftritt bei der Barcelona Bridal Week
Bei der „Barcelona Bridal Week“ tauchte die scheue Milliardärin ohne große Ankündigung auf. Gekleidet in elegantes Rot. Mit ihr posierte Pierre Martínez, der künstlerische Leiter von Designer Stéphane Rolland, vor den Fotografen. Es war ein seltener öffentlicher Auftritt für die Frau, die normalerweise ein zurückgezogenes Leben führt.
Vom steinreichen Teenager zur zurückgezogenen Milliardärin
Mit 18 wurde die Enkelin von Reederei-Gigant Aristoteles Onassis (†69, 30 Reedereien, bis zu 900 Schiffe) zum steinreichen Teenager, erbte beim Erreichen der Volljährigkeit rund 2,7 Milliarden Dollar. Doch all das Geld brachte ihr über viele Jahre kein Glück. Tragik, Todesfälle, immer wieder Trauer. Nun ein kleiner Neuanfang?
Blitzlichtgewitter statt Einsamkeit im Luxus-Anwesen. Denn eigentlich lebt Athina zurückgezogen wie kaum eine andere Superreiche. Ihr Zuhause: eine abgeschirmte Villa im belgisch-niederländischen Grenzgebiet. Ihr Leben: Pferde, Reitställe, Training. Sie mistet Ställe aus, meidet Glamour. Vielleicht auch als Therapie. Denn hinter der Fassade steckt eine Familiengeschichte, die düsterer kaum sein könnte.
Zwei große Namen und viel Drama
Der Name Onassis steht für Milliarden – und für eine Serie von Tragödien, die bis heute nachwirken. Athinas Großvater war einer der reichsten und schillerndsten Männer der Welt. Tanker-König, Jetset-Legende. Playboy und Ehemann von Jackie (ehemals Kennedy, †64). Die Witwe von US-Präsident John F. Kennedy († 46) heiratete fünf Jahre nach dem Attentat in Dallas den steinreichen und 23 Jahre älteren Reeder. Sie wurde zum Bindeglied zweier berühmtester Unglücks-Dynastien. Auch die Kennedys wurden immer wieder von Schicksalsschlägen getroffen: Attentate, Flugzeugabstürze, frühe Tode. Zwei Familien, ein Fluch?
Auch bei Familie Onassis nahm das Drama früh seinen Lauf: Athinas Onkel Alexander stirbt 1973 bei einem Flugzeugabsturz – mit gerade einmal 24 Jahren. Kurz darauf stirbt Großmutter Tina (†45). Die Umstände? Nie ganz geklärt. Lungenödem oder Drogenüberdosis? Aristoteles Onassis stirbt im Jahr darauf an den Folgen einer missglückten Operation.
Athinas Mutter starb mit nur 37 Jahren
Athinas Mutter Christina bleibt damals allein zurück. Ihr Leben ist wild: vier Ehen, kein Glück. Schließlich stirbt sie 1988 mit nur 37 Jahren – Herzversagen nach Jahren voller Essstörungen. Athina ist da erst drei Jahre alt. Das Kind muss lernen, ohne die Mutter groß zu werden. Vater Thierry Roussel (73) war nach drei Jahren Ehe bereits 1987 von Christina geschieden worden. Ihm wurden zahlreiche Affären nachgesagt.
Plötzlich zurück im Rampenlicht
Die junge Milliardärin sucht Ablenkung im Reitsport und erleidet dabei mehrere schwere Verletzungen. Sie bricht sich unter anderem zwei Halswirbel. Aber sie findet durch die Pferde auch eine Liebe, die später spektakulär zerbricht. 2016 wird ihr Ehemann, Springreiter Alvaro „Doda“ de Miranda (53), von Sicherheitsleuten beim Seitensprung erwischt. Der Schockmoment passiert im gemeinsamen Luxus-Anwesen in Florida. Athina packt sofort ihre Sachen, flieht nach Europa. Die Ehe ist zwölf Jahre nach der Hochzeit 2017 offiziell vorbei. Seitdem zog sie sich fast komplett zurück. Kaum Auftritte, kaum Fotos. Jetzt steht sie plötzlich wieder im Rampenlicht.



