Londoner Bauarbeiter wehrt sich: 'Ich bin nicht Banksy!' – Falsche Identität sorgt für Wirbel
Bauarbeiter wehrt sich: 'Ich bin nicht Banksy!'

Londoner Bauarbeiter wehrt sich gegen Banksy-Vorwürfe

Ein Bauarbeiter aus London steht im Mittelpunkt eines kuriosen Identitätswirrwarrs. Nachdem Medien weltweit Fotos veröffentlichten, die angeblich den mysteriösen Street-Art-Künstler Banksy zeigen sollten, muss sich der abgebildete Mann nun vehement dagegen wehren, mit dem berühmten Künstler verwechselt zu werden.

Falsche Fotos lösen Spekulationen aus

Auslöser der Verwechslung waren Berichte der Nachrichtenagentur Reuters, die vergangene Woche behauptet hatte, die wahre Identität von Banksy enthüllt zu haben. Demnach soll es sich bei dem Künstler um den Briten Robin Gunningham handeln, der mittlerweile seinen Namen geändert habe. Banksys Anwalt äußerte sich weder bestätigend noch dementierend zu diesen Behauptungen.

Kurz darauf veröffentlichten zahlreiche Medien wie die New York Post, die Sun und LADbible Bilder, die Banksy zeigen sollten. Die Fotos zeigten einen grauhaarigen Mann mit Brille und Bart, teilweise hinter einem Gitterzaun auf einer Baustelle. Doch der abgebildete Mann ist nicht der gesuchte Künstler.

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'Am ersten Tag war es noch lustig'

Der Bauarbeiter äußerte sich gegenüber der britischen Zeitung Daily Mail deutlich: 'Ich bin es nicht', stellte er klar. Weiter erklärte er: 'Es ist wirklich ärgerlich, lächerlich und verstörend. Am ersten Tag war es noch lustig, mittlerweile nicht mehr.'

Der Mann war bereits im März 2024 erstmals fotografiert worden – und zwar vor einem Haus, an dessen Fassade kurz zuvor ein Banksy-Kunstwerk aufgetaucht war. Da zuvor bereits angebliche Bilder von Banksy kursierten und der Bauarbeiter diesen sehr ähnlich sah, begannen damals bereits die Spekulationen.

Die wahren Hintergründe

Der Bauarbeiter erklärte, er sei lediglich dort gewesen, um eine Plexiglas-Abdeckung über der voll gemalten Hauswand anzubringen. Das Gebäude soll seinen Söhnen gehören. In einem Interview mit Reuters gab der 'falsche' Banksy an, er habe zuletzt bis zu 30 Anrufe pro Woche mit Anfragen zu seiner Identität erhalten. Die Aufmerksamkeit sei ihm mittlerweile 'zu viel' geworden.

Gegenüber der Daily Mail ergänzte er in Richtung der Menschen, die ihn für Banksy halten: 'Werdet erwachsen. Kümmert euch um euer eigenes Leben.' Banksy sei 'gut genug ausgestattet, um dort nicht Bauarbeiten verrichten zu müssen.' Er komme, erledige seine Arbeit 'und verschwindet dann spurlos. Deshalb weiß niemand, wer er ist.'

Keine Ähnlichkeit und keine Mal-Leidenschaft

Auf die Frage, ob er auch die Ähnlichkeiten zwischen sich und dem Banksy-Foto aus dem Jahr 2008 sehe, antwortete er: 'Nicht wirklich! Das einzig Positive ist, dass sie denken, ich sähe aus wie 51.' Der Mann gibt selbst an, 69 Jahre alt zu sein – und dass er selbst nicht gern malt: 'Wenn es etwas zu streichen gibt, lasse ich das von anderen erledigen.'

Das Recht auf Anonymität

Die Geschichte wirft auch die Frage auf, ob ein Künstler ein Recht auf Anonymität hat. Street-Art-Legende Banksy scheint dies so zu sehen. Dass er nicht erkannt werden möchte, hat sicher auch mit einer großen Portion Eitelkeit zu tun. Während der echte Banksy weiter im Verborgenen bleibt, muss sich ein Londoner Bauarbeiter nun mit ungewollter Berühmtheit arrangieren.

Die Verwechslung zeigt, wie schnell falsche Informationen in der heutigen Medienlandschaft Verbreitung finden können und welche Auswirkungen dies auf das Leben unbeteiligter Personen haben kann. Der Bauarbeiter hofft nun, dass die Spekulationen um seine Person bald ein Ende finden und er wieder in Ruhe seiner Arbeit nachgehen kann.

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