Filmstar enthüllt besondere Verbindung zu indigenem Kulturgut
In einem braunen Anzug und mit einem geheimnisvollen Anhänger um den Hals trat Schauspieler Michael „Bully“ Herbig (57) bei der Verleihung des Jupiter Awards in Hamburg auf. Der Publikumspreis der Programmzeitschrift „TV Spielfilm“ und des Kino-Magazins „Cinema“ wurde ihm als bester Darsteller für seinen Kultfilm „Das Kanu des Manitu“ verliehen. Doch nicht nur die Auszeichnung sorgte für Aufmerksamkeit, sondern auch das mysteriöse Amulett, das der Filmstar erstmals öffentlich trug.
Ein Geschenk mit tiefer symbolischer Bedeutung
Bully Herbig erklärte gegenüber BILD die Herkunft des Anhängers: „Das ist ein Anhänger, der mir von Alan Tafoya geschenkt wurde, im vergangenen August bei der Premiere von ‚Das Kanu Des Manitu‘. Alan gehört den Jicarilla-Apachen an und hat in dem Film mitgespielt.“ Der aus Naturstein gefertigte und mit einer kleinen Feder verzierte Anhänger wurde im Rahmen einer Zeremonie gesegnet und soll nach den Worten des Schauspielers vor Bosheit und Missgunst schützen.
Die Bedeutung des Objekts geht jedoch weit über seinen Schutzcharakter hinaus. Herbig betonte: „Der Anhänger bedeutet mir nicht nur deshalb so viel, weil wir nicht nur in Amerika mit echten Natives gedreht haben, sondern auch, weil ich diesen Anhänger an mich nehmen durfte. Er ist nämlich eigentlich nur ausgewählten Stammesmitgliedern vorbehalten.“ Für den Darsteller, der im Film einen Apachen-Häuptling verkörperte, stellt dies eine besondere Ehre dar, die die Verbindung zu den indigenen Gemeinschaften während der Dreharbeiten symbolisiert.
Besondere Aufbewahrung und emotionale Verbindung
Obwohl Herbig den Anhänger seit der Filmpremiere stets bei sich trägt, hatte er ihn bisher noch nie öffentlich gezeigt. „Ich habe ihn vorher noch nie getragen. Ich habe ihn immer bei mir, seit der Premiere. Meistens in der Hosentasche. Aber heute Abend dachte ich mir, ist es soweit. Er passt außerdem zum Anzug. Farblich.“ Für gewöhnlich bewahrt der Schauspieler das kostbare Stück im Nachtkästchen oder an anderen sicheren Orten auf, wenn er es nicht bei sich führt.
Die Dreharbeiten in New Mexico zusammen mit den indigenen Darstellern bleiben für Herbig ein unvergessliches Erlebnis. „Dieser ganze Dreh damals, diese zwei Tage in New Mexico zusammen mit den Natives, waren für mich ein unvergesslicher Moment.“ Alan Tafoya (63), der im Film den Medizinmann spielte und in New York lebt, stammt aus einer Familie mit traditioneller Führungsrolle – sein Vater war tatsächlich Häuptling der Jicarilla-Apachen.
Weitere Auszeichnungen und emotionale Momente
Bei der Preisverleihung im Hotel Ameron in der Speicherstadt Hamburg waren rund 120 Gäste anwesend. Neben Bully Herbig wurden weitere Filmstars geehrt: Als beste deutsche Schauspielerinnen überzeugten Anna Maria Mühe (40) für „Totenfrau“ und Luna Wedler (26) für „22 Bahnen“. Den Ehren-Jupiter erhielt Désirée Nosbusch (61) für ihr Lebenswerk.
Die erfahrene Schauspielerin kommentierte ihre Auszeichnung mit bewegenden Worten: „Es fühlt sich mehr als geehrt an, es zeigt einem, dass man etwas gemacht hat, was Menschen berührt hat. Wichtig ist, sich treu zu bleiben. Und seine Träume sollte man nie aufgeben.“ Die Veranstaltung bot somit nicht nur Raum für die Würdigung künstlerischer Leistungen, sondern auch für persönliche Einblicke und emotionale Verbindungen zwischen den Künstlern und ihren Rollen.



