Cate Blanchetts Geständnis: 'Nach jedem Film gehe ich in Rente'
Cate Blanchett: 'Nach jedem Film gehe ich in Rente'

Cate Blanchetts überraschendes Karrieregeständnis

Die australische Schauspiellegende Cate Blanchett (56) wirkt auf den ersten Blick oft distanziert und zurückhaltend – Eigenschaften, die man eher mit britischer Zurückhaltung als mit australischer Ausgelassenheit verbinden würde. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine Künstlerin mit einer ungewöhnlichen Einstellung zu ihrer eigenen Karriere.

„Father, Mother, Sister, Brother“ – Ein Film über Familiengeheimnisse

Anlässlich ihres neuen Films „Father, Mother, Sister, Brother“, der am 26. Februar in die deutschen Kinos kommt, sprach Blanchett offen über ihr Privatleben und ihre berufliche Zukunft. Der Film thematisiert die komplexen Beziehungen innerhalb von Familien, die Mischung aus Distanz und Vertrautheit, die diese besondere Gemeinschaft auszeichnet. „Wir glauben oft, unsere Familien seien einzigartig“, so Blanchett, „aber vieles ist archetypisch.“

Die zweifache Oscar-Preisträgerin ist seit 1997 mit ihrem Ehemann Andrew verheiratet und Mutter von vier Kindern. Trotz ihrer erfolgreichen Karriere hat sie eine besondere Herangehensweise an ihre Filmprojekte entwickelt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die ungewöhnliche Renten-Strategie einer Hollywood-Ikone

„Ich gehe nach jedem Film in Rente“, gesteht Blanchett und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Zumindest nehme ich mir das vor.“ Diese Aussage überrascht in einer Branche, in der Kontinuität und ständige Präsenz oft als Erfolgsgaranten gelten.

Die Schauspielerin erklärt ihre unkonventionelle Einstellung damit, dass jede Filmrolle Spuren im Alltag hinterlässt. „Jede Arbeit färbt auf den Alltag ab“, sagt sie. „Aber letztlich sind wir alle ständig in einer Art Performance gefangen – besonders innerhalb der Familie. Wir verhalten uns anders mit Geschwistern, anders mit Eltern, anders mit Gästen. Diese Selbstinszenierung ist eine Überlebensstrategie.“

Gärtnern als Ausgleich zum Filmgeschäft

In jüngster Zeit hat Blanchett einen besonderen Ausgleich zum stressigen Filmgeschäft gefunden: das Gärtnern. „Ich pflanze alles Mögliche in meinem Garten an. Gurken, Salat, Beeren“, erzählt sie begeistert. Doch selbst in dieser idyllischen Beschäftigung holt sie die Realität des Showbusiness ein: „Aber dann kommt doch wieder ein neues Drehbuch.“

Die Schauspielerin verrät auch eine ungewöhnliche Leidenschaft: „Ich würde wahnsinnig gerne einen Motor in ein Auto einbauen können.“ Während dieser Wunsch bisher unerfüllt blieb, funktioniert das Getriebe ihrer Ehe offenbar reibungslos.

Das Erfolgsrezept einer langjährigen Ehe

Über ihre fast 30-jährige Ehe sagt Blanchett: „Unser Erfolgsrezept ist es, dass wir immer das Beste für den anderen im Sinn haben. Das heißt nicht, dass wir nicht streiten. Und vielleicht hat man auch mal ein Geheimnis, das man nicht mit dem anderen teilt. Aber wir konkurrieren nicht miteinander, sondern stärken uns immer den Rücken.“

Diese Einsicht passt zu ihrer allgemeinen Betrachtung von Familienbeziehungen. Blanchett bemerkt: „Wir erzählen den Menschen selten, wer wir wirklich sind. Sondern eher, wer wir gerne wären.“ Diese Beobachtung spiegelt sich auch in ihrem neuen Film wider, der die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Familienrealität thematisiert.

Mit Vicky Krieps (42) als Co-Star zeigt „Father, Mother, Sister, Brother“ ab dem 26. Februar im Kino, wie Familienmitglieder verschiedene Rollen einnehmen und dabei manchmal vergessen, wer sie eigentlich sind. Blanchetts persönliche Reflexionen über Karrierepausen, gärtnerische Leidenschaften und eheliche Geheimnisse bieten einen faszinierenden Einblick in das Leben einer der vielseitigsten Schauspielerinnen unserer Zeit.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration