Oscar-Lunch in Hollywood: Deutsche Spezialeffektekünstler feiern mit den Stars
Deutsche bei Oscar-Lunch: Spezialeffektekünstler im Rennen

Hollywood-Größen und deutsche Talente beim exklusiven Oscar-Lunch

In Beverly Hills fand das traditionelle Oscar-Luncheon statt, ein exklusives Mittagessen, zu dem ausschließlich die Nominierten der diesjährigen Academy Awards eingeladen sind. Mehr als 200 Filmschaffende aus allen 24 Kategorien versammelten sich im Beverly Hilton Hotel, darunter Schauspielgrößen wie Timothée Chalamet, Leonardo DiCaprio, Emma Stone und Regielegenden wie Steven Spielberg. Besonders bemerkenswert: Auch deutsche Anwärter auf die begehrte Trophäe waren vor Ort und feierten Schulter an Schulter mit den Hollywood-Stars.

Das traditionelle Klassenfoto der Nominierten

Wie jedes Jahr stellten sich alle Anwesenden für das obligatorische Klassenfoto auf – gestaffelt in sieben Reihen und dicht gedrängt. Unter ihnen befanden sich nicht nur die Schauspielnominierten, sondern auch Regisseure, Produzenten, Drehbuchautoren, Komponisten, Maskenbildner, Kurzfilmer und Kameraleute. Timothée Chalamet, nominiert für seine Rolle in der Tragikomödie „Marty Supreme“, nutzte die Gelegenheit zum Plausch mit Emma Stone, die mit „Bugonia“ ihren dritten Oscar gewinnen könnte. Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio, nominiert für „One Battle After Another“, brachte sogar seinen Vater George mit zu dem prestigeträchtigen Treffen.

Deutsche Spezialeffektekünstler im Oscar-Fieber

Zwei deutsche Spezialeffektekünstler sorgten für besondere Aufmerksamkeit: Michael Ralla, Absolvent der Hochschule der Medien in Stuttgart, und Guido Wolter, der an der Bauhaus-Universität Weimar studierte, sind gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen für ihre Arbeit am Blockbuster „Blood & Sinners“ nominiert. Das Vampir-Südstaatendrama von US-Regisseur Ryan Coogler geht mit sensationellen 16 Nominierungen als großer Favorit in die Oscar-Gala am 15. März im Dolby Theatre.

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„Es ist echt wahnsinnig spannend, einfach mal dabei zu sein“, berichtete Michael Ralla nach seinem ersten Oscar-Luncheon der Deutschen Presse-Agentur. Der 46-jährige Spezialeffektekünstler aus Achern im Schwarzwald, der seit 2010 in Kalifornien lebt, hat bereits an zahlreichen Hollywoodproduktionen mitgearbeitet, doch eine Oscar-Nominierung erlebt er zum ersten Mal. „Das war jetzt so der Moment, wo das alles ein bisschen real wurde, wo ich dachte, okay, jetzt sind wir wirklich hier angekommen“, so der zweifache Vater.

Begegnungen mit Hollywood-Legenden

Ralla schilderte das Event als „wildes Erlebnis“, bei dem er unzählige Hände schütteln und bedeutende Persönlichkeiten treffen konnte. Besonders beeindruckt war er davon, nur wenige Tische neben Steven Spielberg und Leonardo DiCaprio Platz nehmen zu dürfen. Er nutzte die Gelegenheit, um auf Regisseur Guillermo del Toro zuzugehen, mit dem er bereits bei „Pacific Rim“ (2013) zusammengearbeitet hatte. Del Toro hatte ihm damals den Rat gegeben, „nicht alles so perfekt“, sondern bunt und menschlich zu gestalten – ein Konzept, das Ralla und sein Team nun erfolgreich in „Blood & Sinners“ umgesetzt haben.

Die großen Favoriten der Oscar-Gala

Neben „Blood & Sinners“ mit seinen 16 Nominierungen gelten weitere Produktionen als aussichtsreiche Anwärter auf die begehrten Auszeichnungen. Der schwarzhumorige Politthriller „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson verfügt über 13 Gewinnchancen, dicht gefolgt von dem Monsterfilm „Frankenstein“, der Tragikomödie „Marty Supreme“ und dem norwegischen Familiendrama „Sentimental Value“ mit jeweils neun Nominierungen. Acht Nennungen erhielt zudem das Drama „Hamnet“ über die Shakespeare-Familie.

In der Königskategorie „Bester Film“ sind neben diesen sechs Favoriten noch vier weitere Werke im Rennen: „Train Dreams“, „Bugonia“, „The Secret Agent“ und der Rennsport-Streifen „F1“. Die Spannung steigt, denn am 15. März wird sich zeigen, ob Emma Stone tatsächlich ihren dritten Oscar gewinnt, Leonardo DiCaprio seine Trophäensammlung erweitern kann und die deutschen Spezialeffektekünstler Michael Ralla und Guido Wolter mit einem Oscar nach Hause fliegen werden.

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