Berliner Dom: Historische Hohenzollerngruft nach umfassender Sanierung wieder für Besucher geöffnet
Nach mehr als sechs Jahren intensiver Bauarbeiten und über einem Jahrzehnt Planungsphase hat die berühmte Hohenzollerngruft im Berliner Dom ihre Pforten wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Wiedereröffnung lockt bereits am ersten Tag zahlreiche Besucher an, die geduldig in langen Schlangen ausharren, um einen Blick auf die neu gestaltete Grablege werfen zu können.
Historische Grabstätte mit bedeutender Vergangenheit
Die Hohenzollerngruft auf der Museumsinsel gilt als zentrale Begräbnisstätte des ehemaligen preußischen Kaiserhauses. In der rund 1.400 Quadratmeter großen Gruft finden sich insgesamt 91 Särge aus fünf verschiedenen Jahrhunderten, was sie zu einer der größten und bedeutendsten Grablegen in ganz Europa macht. Hier ruhen bedeutende Persönlichkeiten wie der erste Preußenkönig Friedrich I. und seine Gemahlin Sophie Charlotte, deren letzte Ruhestätte nun nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder besichtigt werden kann.
Umfassende Sanierung war dringend notwendig
Die umfassende Sanierung der historischen Gruft erwies sich als dringend notwendig, da steigende Besucherzahlen in der Vergangenheit zu erheblichen klimatischen Problemen geführt hatten. Die durch die Besuchermassen verursachte Feuchtigkeit und Wärme setzten den wertvollen historischen Särgen stark zu und führten zur Bildung von Schimmelpilzen. Um diese wertvollen Kulturgüter für die Nachwelt zu erhalten, wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen.
Modernisierung mit Rücksicht auf Barrierefreiheit
Die Sanierungsarbeiten umfassten nicht nur die Konservierung der historischen Substanz, sondern auch die Modernisierung der gesamten Anlage. Neben der Installation einer modernen Klimaanlage zur Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit wurde ein neuer Rundgang konzipiert, der den Besuchern optimierte Einblicke in die historische Grabstätte ermöglicht. Besonders hervorzuheben ist die neu geschaffene Barrierefreiheit durch einen Aufzug, der den Zugang zur unterirdischen Gruft nun auch für mobilitätseingeschränkte Besucher ermöglicht.
Großer Andrang am Tag der offenen Tür
Bereits am Vormittag des Eröffnungstages bildeten sich lange Schlangen vor dem Berliner Dom, als mehrere hundert interessierte Besucher die Gelegenheit nutzten, die neu gestaltete Gruft kostenlos zu besichtigen. Der Dom bietet bis 18:00 Uhr Zugang zur Gruft, wobei der letzte Einlass um 17:00 Uhr erfolgt. Die große Nachfrage zeigt das anhaltende öffentliche Interesse an dieser bedeutenden historischen Stätte, die nun in neuem Glanz erstrahlt und für kommende Generationen erhalten bleibt.



