Historische Hut-Ausstellung in Prenzlau: Ein Blick auf Kopfbedeckungen von 1860 bis 1970
Eine faszinierende Zeitreise durch die Modegeschichte erwartet Besucher im Prenzlauer Dominikanerkloster. Ab dem 7. März steht dort die Ausstellung „Glockenhut, Schiebermütze, Filzkappe & Co.“ im Mittelpunkt, die sich ausschließlich mit Kopfbedeckungen aus über einem Jahrhundert beschäftigt.
Vom modischen Statement zum kulturellen Zeichen
Der Hut war über Jahrzehnte hinweg weit mehr als nur ein Kleidungsstück. Als schützendes Accessoire, modisches Statement oder Symbol sozialer Stellung prägte er das öffentliche Leben entscheidend mit. Bis in die 1960er Jahre galt er als unverzichtbarer Bestandteil der Garderobe und war aus dem Stadtbild nicht wegzudenken.
Dr. Katrin Frey und Julia Bost-Topp, die Kuratorinnen der Ausstellung, betonen: „Heute scheint der Hut fast Geschichte zu sein, abgesehen von individuellen Modellen experimentierfreudiger Zeitgenossen.“ Die Schau im Sonderausstellungsraum des Dominikanerklosters zeigt anhand ausgewählter Privatfotografien aus dem Archiv historische Alltagsfotografie, wie Männer, Frauen und Kinder zwischen 1860 und 1970 ihre Köpfe bedeckten.
Vielfältige Exponate und interaktive Elemente
Zu sehen sind nicht nur historische Kopfbedeckungen und Accessoires, sondern auch aktuelle Kreationen der Hutmacherin Lydia Bosche. In zwei Videos demonstriert sie ihr traditionelles Handwerk. Eine digitale Bildershow präsentiert außergewöhnliche Hut-Kreationen, während Spiele rund um das Thema die Besucher zum Mitmachen einladen.
Die Ausstellungseröffnung am 7. März um 15 Uhr wird zu einem besonderen Event:
- Fotoshooting mit Polaroidkamera
- Grammophonmusik aus den 1920er Jahren
- Besucher sind eingeladen, eigene Hüte, Mützen oder Kappen mitzubringen
Praktische Informationen und museumspädagogische Angebote
Nach der Eröffnung ist die Ausstellung vom 8. März bis 31. Mai zu folgenden Zeiten geöffnet:
- Dienstag bis Sonntag: 11 bis 17 Uhr (bis April)
- Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr (ab Mai)
Für Schulklassen und Kindergruppen werden museumspädagogische Programme angeboten, bei denen die Teilnehmer eigene Kopfbedeckungen gestalten können. Terminvereinbarungen sind über Dr. Katrin Frey und Julia Bost-Topp möglich:
- Telefon: 0398475265
- E-Mail: [email protected]
Die Ausstellung bietet nicht nur einen Einblick in die Hutmacherei, sondern zeigt vor allem, wie sich gesellschaftliche Normen, Berufsstände und modische Vorlieben in der Kopfbekleidung widerspiegelten. Ein Muss für Modeinteressierte und Geschichtsbegeisterte gleichermaßen.



