Karin Thaler, bekannt aus der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops", hat über eine besonders schwierige Phase ihres Lebens gesprochen. Obwohl sie seit 25 Jahren als "Marie Hofer" vor der Kamera steht und die Serie großen Erfolg feiert, war die Zeit hinter den Kulissen von persönlichen Problemen überschattet.
Innere Zerrissenheit trotz beruflichen Erfolgs
In der Sendung "DAS! Rote Sofa" am Samstag, den 25. April, berichtete die 60-jährige Schauspielerin, dass sie von Kollegen oft als "Sonnenschein" bezeichnet wurde. Doch diese Fassade konnte nicht verbergen, was in ihr vorging. "Es war genau in dieser Zeit, in der ich innerlich geweint habe und manchmal das Gefühl hatte, tot zu sein", gestand Thaler. Die Belastung durch die Spielsucht ihrer Mutter Hedwig, die hohe Schulden verursachte und 1993 sogar eine Gefängnisstrafe wegen räuberischer Erpressung verbüßen musste, lastete schwer auf ihr.
Finanzielle Not und unermüdlicher Einsatz
Thaler half ihrer Mutter finanziell aus, was sie selbst in eine prekäre Lage brachte. "Ich musste wie ein Tier drehen, drehen, drehen, zahlen, drehen", beschrieb sie den Druck, dem sie am Set ausgesetzt war. Trotz der ständigen Arbeit kamen immer neue Gläubiger hinzu, und sie wusste oft nicht, wie sie ihre Familie unterstützen und gleichzeitig selbst überleben sollte. "Es war immer ein Kampf", so Thaler.
Buch als Verarbeitung und Kritik
Ihre Erfahrungen hat Thaler in dem Buch "Stark, weil ich stark sein musste" niedergeschrieben. Während viele Leser ihre Stärke bewundern, gibt es auch Kritik, da ihre Mutter 2022 verstarb und sich nicht mehr äußern kann. Thaler entgegnet: "Erst mal sollte man das Buch lesen, denn es ist ein Buch der Liebe und Wertschätzung." Sie betont, dass ihre Mutter selbst an einem Buch über ihre Spielsucht gearbeitet habe und sie dies nun für sie vollendet habe. Die Aufarbeitung sei für sie wie eine Therapie gewesen und im Sinne ihrer Mutter.



