Volkmar Koch: Mit Leidenschaft und Marionetten auf dem Weg zum großen Kino
Volkmar Koch ist ein studierter Filmemacher, der in seinem erlernten Beruf seit einigen Jahren nicht mehr arbeiten kann. Doch anstatt aufzugeben, hat er seine Leidenschaft und Kreativität genutzt, um erfinderisch zu werden. Aus dem Haus der alten Bäckerei in Könnern, einer Kleinstadt im Salzlandkreis von Sachsen-Anhalt, verfolgt er einen ambitionierten Plan: Mit einem mehrteiligen Kinderfilm möchte er die großen Kinos in Deutschland und international erobern.
Vom professionellen Filmset zum kreativen Heimstudio
Bevor Koch nach Könnern zog, arbeitete er regelmäßig an professionellen Filmsets. Aufgrund familiärer Verpflichtungen ist das heute nicht mehr möglich. Was sich wie ein Vollzeitjob anhört, ist für ihn nun ein Freizeitvergnügen. Nach seiner Arbeit in einem Betrieb in Könnern oder am Wochenende widmet er sich leidenschaftlich dem Bau von Kulissen, der Fertigung von Marionetten und dem Schreiben von Drehbüchern.
„Mach was aus dem, was du hast und was du kannst“ – diesen Rat seines Onkels hat sich Koch zu Herzen genommen. Was er hat, ist das Haus der alten Bäckerei. Was er kann, ist Filme produzieren, Marionetten bauen und kreativ sein. Mit dieser Kombination verfolgt er unbeirrt sein großes Ziel.
„Maya und die magischen Marionetten“: Ein Film für die ganze Familie
Der Film „Maya und die magischen Marionetten“ dreht sich um fünf Marionetten, die in der alten Bäckerei – in der Realität Kochs Wohnhaus – auf dem Dachboden aus einer Klappe fallen und zum Leben erwachen. Sie stellen sich die Frage, warum es sie überhaupt gibt, wer sie gebaut und gespielt hat. Im Laufe der Geschichte lernen sie Maya kennen und entdecken ihre eigene Herkunft.
Koch, der in Gräfenhainichen im Landkreis Wittenberg geboren wurde, einige Jahre in Halle lebte und dann nach Könnern zog, betont: „Der Film soll für die ganze Familie sein.“ Unterstützt wird er dabei von seinen drei Kindern und einem Bekannten. Bald sollen erste Sequenzen gedreht werden, sobald eine Bekannte aus Querfurt die Kleider für die Marionetten fertig geschneidert hat.
Herausforderungen und kreative Lösungen
Die Bedingungen sind nicht ideal: Zeit und Geld fehlen oft, was Koch manchmal unzufrieden macht. Förderanträge hat er teilweise zurückgezogen, stattdessen setzt er auf Crowdfunding. „Wir wollen versuchen, den Film über Crowdfunding zu finanzieren“, erklärt er. Was am Ende zu sehen sein wird, entsteht oft aus der Not heraus: „Ich bastle eben alles um das, was ich hier habe. Für mehr haben wir einfach momentan noch keine finanziellen Mittel.“
Trotzdem träumt Koch unbeirrt vom großen Durchbruch. Neben Kinos steht er auch mit Sendern in Kontakt, die den Film ausstrahlen könnten. Über einen Aufruf meldeten sich zahlreiche Menschen aus Sachsen-Anhalt, die beim Einsprechen helfen wollen – darunter viele Sängerinnen und Sänger, was zur Idee führte, dass die Marionetten am Ende gemeinsam singen.
Einfache Hilfe ist auch Hilfe
Koch freut sich über jede Unterstützung, sei sie noch so klein. „Vielleicht auch nur, wenn hier jemand zum Dreh vorbeikommt mit ein paar Bockwürstchen“, sagt er mit einem Lächeln. Sein Projekt ist mehr als nur ein Film; es ist ein Beweis für Leidenschaft und Beharrlichkeit. „Maya und die magischen Marionetten“ soll der erste Schritt sein, dem – wenn es nach Koch geht – viele weitere folgen, inklusive eines Horrorfilms, der ebenfalls in Könnern gedreht werden soll.
Mit großer Leidenschaft und dem festen Glauben an sein Ziel macht Koch weiter. „Wir sehen das große Ziel vor Augen, mit großer Leidenschaft, deshalb machen wir das“, betont er. Sein Traum vom großen Kino lebt – und er arbeitet unermüdlich daran, ihn Wirklichkeit werden zu lassen.



