Marisa Burger offenbart Höllenqualen bei Theater-Premiere in Hamburg
Die beliebte Schauspielerin Marisa Burger, bekannt durch ihre Rolle als Miriam Stockl in der ZDF-Serie 'Die Rosenheim-Cops', hat nach ihrem Serienausstieg im Oktober 2025 einen neuen Karriereschritt gewagt. Seit Februar 2026 steht die 52-Jährige auf der Bühne des Hamburger Theaters in der Produktion 'Kleine Verbrechen unter Liebenden'. Doch wie Burger nun im Podcast 'Abendkasse – Kultur in der Clutch' verrät, wurde die Premiere am 27. Februar zu einer unerwarteten Herausforderung.
Extreme Nervosität überrascht erfahrene Schauspielerin
'Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt wie an dem Tag', gesteht Marisa Burger. Die Generalprobe mit Publikum habe noch gut verlaufen, doch bei der eigentlichen Premiere packte sie das Lampenfieber mit voller Wucht. 'Du hörst dich Sachen sagen, wo du denkst: Wieso sage ich das? Wieso kriege ich den Satz jetzt nicht richtig raus?', beschreibt Burger ihre Erfahrungen. Selbst einfache Handgriffe wie das Öffnen eines Fläschchens wurden zur Hürde: 'Wieso fliegt mir der Korken plötzlich aus der Hand? Der ist mir doch noch nie aus der Hand gefallen!'
Körperliche Symptome: Trockener Mund und Angstschweiß
Die sonst souveräne Schauspielerin litt unter massiven körperlichen Reaktionen. 'Was ich da dann ganz extrem hab: Ich kriege einen verdammt trockenen Mund. Ich hab das Gefühl, ich hab keine Spucke mehr. Jeder Satz ist hölzern, so kommt mir das vor', schildert Burger. Dazu kam extremes Herzklopfen: 'Dieser extrem trockene Mund und dieses Herzklopfen, wo du das Gefühl hast, deine ganzen Halsschlagadern zerbersten.'
Als Burger die Bühne betrat, war sie 'klitschnass geschwitzt gewesen'. Sie erzählt: 'Du hättest das Kleid auswringen können, das ich anhatte.' Die erfahrene Schauspielkollegin Solveig Duda, die ebenfalls im Podcast zu Gast war, bestätigt diese Erfahrung: 'Es ist diese erste Minute. Und dann ist alles gut.' Doch genau diese ersten Momente seien für Theaterschauspieler besonders schwierig. Burger stimmt zu: 'Das ist die Hölle.'
Von der Fernsehserie zurück zur Theaterbühne
Marisa Burger, die ihre Schauspielkarriere einst am Münchner Volkstheater begann, kehrt mit der Hamburger Produktion nach langer Zeit wieder zur Live-Bühne zurück. Nach ihrer letzten Drehzeit bei 'Die Rosenheim-Cops' im Oktober 2025 suchte sie bewusst eine neue Herausforderung. Die letzte Folge mit ihrer beliebten Polizistin wird im Herbst 2026 im ZDF ausgestrahlt.
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten zieht Burger ein positives Fazit der Premiere: 'Es lief trotzdem gut. Wir hatten Spaß auf der Bühne, ich glaub, die Leute im Publikum hatten auch Spaß. Es war ein schönes Gefühl, diese Premiere zu spielen. Und wir waren alle mit großer Freude dabei.' Nach den ersten heiklen Minuten habe sich die Situation entspannt und die Vorstellung sei erfolgreich verlaufen.
Die Schauspielerin zeigt sich optimistisch für die kommenden Vorstellungen von 'Kleine Verbrechen unter Liebenden' in Hamburg. Ihre offenen Worte über die psychischen und physischen Herausforderungen einer Theaterpremiere geben einen seltenen Einblick in den Berufsalltag von Schauspielern jenseits des roten Teppichs.



