Michael Jackson Film bricht Rekorde: Besser als Elvis und Mercury
Michael Jackson Film bricht Rekorde weltweit

Los Angeles – Der neue Film über den „King of Pop“ Michael Jackson sorgt weltweit für volle Kinosäle. Fast 40 Millionen Dollar (knapp 34 Millionen Euro) spielte das Biopic am ersten Tag in den USA ein. Damit übertrifft der Film die Eröffnungstage der Biopics über Elvis Presley („Elvis“, 2022: rund 12 Millionen Euro) und Freddie Mercury („Bohemian Rhapsody“, 2018: etwa 16 Millionen Euro). International hat „Michael“ bis Sonntagmorgen bereits 70 Millionen Euro eingespielt. Bei Produktionskosten von rund 170 Millionen Euro ist das ein großer Erfolg.

Der Film konzentriert sich auf die ersten 30 Jahre

Der Streifen zeigt ausschließlich die ersten 30 Jahre von Michael Jackson – vom Kinderstar bis zum globalen Megastar. Spätere, besonders kontroverse Kapitel seines Lebens werden ausgeklammert. Wie schon zu Lebzeiten scheiden sich auch 17 Jahre nach seinem Tod die Geister: Die Fans feiern ihren „King of Pop“, während die klassischen Filmkritiker nicht überzeugt sind. Der „Guardian“ schreibt, der Film sei „bereinigt und schwach“ – ein glattgebügeltes Biopic ohne echte Reibung. Auch der „Telegraph“ spricht von einer „Schönfärberei“ und wirft den Machern vor, ein einseitiges Bild zu zeichnen. Viele Kritiker bemängeln vor allem, dass die heikelsten Kapitel komplett fehlen. Die Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson werden nicht thematisiert, obwohl entsprechende Szenen ursprünglich gedreht worden sein sollen und später wieder aus dem Film verschwanden.

Hauptdarsteller Jaafar Jackson reagiert emotional

Colman Domingo, der Michael Jacksons Vater Joseph Jackson spielt, erklärt: „Der Film spielt von den 60er-Jahren bis 1988, er geht also nicht auf die ersten Vorwürfe ein.“ Es gehe vielmehr um ein „intimes Porträt dessen, wer er war“. Der Film wurde unter anderem von den Nachlassverwaltern produziert, die maßgeblichen Einfluss auf die Darstellung hatten. In der Hauptrolle steht Jaafar Jackson, der Neffe von Michael. Hauptdarsteller Jaafar Jackson reagierte am Wochenende nach dem Start überwältigt und mit einem kleinen Seitenhieb auf die Kritiker: „Wow, das ist einfach unglaublich!! Die Welt hat gesprochen (...).“

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Fortsetzung bereits in Planung

Wie stark der Film in Deutschland startet, zeigt sich am Montag, wenn die offiziellen Kinozahlen veröffentlicht werden. Vieles deutet jedoch schon jetzt auf einen Erfolg hin: Michael Jackson hat seit Jahrzehnten eine riesige Fangemeinde in Deutschland. Nicht ohne Grund fand die Weltpremiere des Films in Berlin statt. Hinter den Kulissen soll bereits über eine Fortsetzung nachgedacht werden, die theoretisch nach seiner „Bad“-Ära ansetzen würde, also in den 1990er-Jahren. Die ersten schwerwiegenden öffentlichen Vorwürfe gegen Jackson wegen sexuellen Kindesmissbrauchs wurden im Jahr 1993 laut. Der zweite Film müsste sich dann sicherlich mit diesen und weiteren Vorwürfen auseinandersetzen.

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