Neue Sonderausstellung im Müritzeum: Natur trifft auf Kunst in Waren
Eine faszinierende Schau eröffnet am 26. März im Müritzeum in Waren und verbindet auf innovative Weise naturhistorische Funde mit künstlerischen Positionen. Die Sonderausstellung zeigt, wie unterschiedlich Menschen die Natur dokumentieren und interpretieren, indem sie ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des Hauses mit zeitgenössischer Kunst in Dialog treten lässt.
Die Natur als vielfältige Inspiration
Im ersten Teil des Ausstellungsraumes werden literarische und naturkundliche Belege mit biologischem Hintergrund präsentiert, ergänzt durch die Geschichten hinter den Objekten. Dieser wissenschaftliche Ansatz bildet die Grundlage für den künstlerischen Teil, der im zweiten Bereich im Mittelpunkt steht. Drei Künstler geben sich dabei die Klinke in die Hand und zeigen in wechselnden Präsentationen ihre individuellen Zugänge zur Natur.
Künstlerische Positionen im Wechsel
Den Auftakt macht Ralf Wilhelm Schmidt mit seinen präzisen Bleistiftzeichnungen, die bis zum 14. Juni zu sehen sind. Der Brandenburger Künstler beobachtet seit Jahren Tiere und Pflanzen und überträgt sie mit akribischer Genauigkeit auf Papier. Vom 18. Juni bis zum 6. September folgen die Acrylgemälde von Daniela Friederike Lüers, die an der Müritz lebt. Ihre Werke bestechen durch kräftige Farben und dynamische Kompositionen, inspiriert von der mecklenburgischen Landschaft.
Den Abschluss bildet Gregor Philipps vom 10. September bis zum 29. November. Der Berliner Künstler präsentiert kameralose Fotografie, bei der Naturobjekte direkt auf Fotopapier übertragen werden. Zusätzlich zeigt er als Reisefotograf Bilder von Naturmomenten aus aller Welt. Zu den ausgestellten Werken gehören unter anderem „Kalifornischer Mohn“ von Gregor Philipps, „Hirsch zauberhaft“ von Daniela F. Lüers, „Spiegel“ (Bartkauz) von Ralf Wilhelm Schmidt und „Specimen Florae Berolinensis“ aus den Naturhistorischen Landessammlungen.
Diese Ausstellung schafft einen spannenden Dialog zwischen Naturwissenschaft und Kunst und lädt Besucher ein, die Natur aus neuen Perspektiven zu entdecken. Ein besonderes Erlebnis für alle, die sich für die Verbindung von Ästhetik und Forschung interessieren.



