Dorfkirche Radisleben wird zum Kinosaal: Erster Filmabend am 21. Februar
Im Ballenstedter Ortsteil Radisleben erwartet die Einwohner am kommenden Samstag, dem 21. Februar, ein besonderes kulturelles Highlight. Die St.-Stephani-Kirche, die oft ungenutzt bleibt, verwandelt sich erstmals in einen Kinosaal. Die Kirchengemeinde lädt alle Interessierten zu einem kostenlosen Filmabend ein, bei dem eine französische Komödie über Monsieur Claude und eine turbulente Familienfeier gezeigt wird. Der Eintritt ist frei, und kleine Snacks sind für die Gäste vorbereitet.
Initiative zur Belebung der Dorfkirche
Silke Semella, eine Organisatorin des Events, erklärt die Motivation hinter dieser Aktion: "Wir haben überlegt, was wir machen können, um Leute in die Kirche zu locken. Viele Möglichkeiten hat man nicht - außer mit Konzerten, das haben wir im vergangenen Jahr schon gemacht." Inspiriert vom regelmäßigen Kirchenkino im Nachbarort Ermsleben, wollen die Radislebener nun selbst aktiv werden, um Bewegung in die Kirche zu bringen und zu verhindern, dass sie einschläft.
Es sei ein weitverbreitetes Problem, dass die Zahl der Kirchgänger vielerorts abnimmt. Der nächste Gottesdienst in St. Stephani ist erst für den 3. April geplant. Daher setzt die Gemeinde auf verschiedene Veranstaltungen, um die Dorfkirche wiederzubeleben. "Mal sehen, wie's ankommt", so Semella mit vorsichtigem Optimismus.
Details zum Filmabend
Die Organisatoren haben bewusst einen Familienfilm ausgewählt, um mehrere Altersgruppen anzusprechen und eine breite Teilnahme zu fördern. Bereits im Vorfeld gab es Nachfragen von Anwohnern, die wissen wollten, welcher Film gezeigt wird und ob Eintritt verlangt wird. Letzteres ist nicht der Fall – der Abend läuft auf Spendenbasis, sodass jeder teilnehmen kann, unabhängig von finanziellen Mitteln.
Der Filmabend beginnt um 18.30 Uhr und bietet neben dem Kinovergnügen auch eine Gelegenheit zur geselligen Begegnung in der historischen Kirchenumgebung. Diese Initiative zeigt, wie kreative Ansätze genutzt werden können, um leerstehende Räume mit Leben zu füllen und die Gemeinschaft zu stärken.



