Seit Wochen in jedem Training dabei: Bayern-Coach Kompany zur Spieltaktik gegen PSG. Es ist angerichtet: Der FC Bayern und Paris Saint-Germain sind bereit für den Halbfinal-Showdown in der Allianz Arena. Gibt es wieder ein Tor-Spektakel? Der erste Endspiel-Teilnehmer steht fest.
Das wichtigste Spiel der Trainerkarriere
Bayern-Coach Vincent Kompany bezeichnete die Partie als „wahrscheinlich das wichtigste Spiel meiner Trainerkarriere“. Nach der 4:5-Niederlage in Paris müssen die Münchner mit zwei Toren Differenz gewinnen, um den Titelverteidiger zu entthronen. Eine Führung mit einem Tor nach 90 Minuten würde Verlängerung bedeuten. Auch auf ein Elfmeterschießen seien die Profis vorbereitet. „Das ist seit Wochen in jedem Training dabei. Es ist nicht spontan, sondern geübt – so wie alle unsere Abläufe“, erklärte der Coach. Kompany werde „im Austausch mit den Spielern“ entscheiden, welche fünf Akteure schießen.
Der mögliche Endspielgegner
Der Endspielgegner in Budapest wäre der FC Arsenal. Die Gunners um Nationalstürmer Kai Havertz setzten sich gegen Atlético Madrid nach einem 1:1 in Spanien daheim mit 1:0 durch. In der Ligaphase verloren die Bayern in London mit 1:3.
Offensivrausch erwartet
Manege frei für die Stürmerstars: Bayerns 101-Tore-Sturm mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz misst sich beim zweiten Offensiv-Showdown mit dem PSG-Trio Ousmane Dembélé, Chwitscha Kwarazchelia und Desiré Doué. Alle drei Bayern-Angreifer trafen im Hinspiel. Weltfußballer Dembélé und der bärenstarke Georgier Kwarazchelia schnürten sogar Doppelpacks. Dem Angriffsrausch im torreichsten Halbfinalspiel der Königsklasse-Historie hatten die Abwehrreihen im Prinzenpark kaum etwas entgegenzusetzen.
Verbesserung in der Defensive
Nationalverteidiger Jonathan Tah sprach von einem „komischen Gefühl“ angesichts von fünf PSG-Toren. „So ein Spiel habe ich noch nicht erlebt.“ Was müsse heute besser werden? „Es ist das Wichtigste, dass wir aggressiv sind und in die Zweikämpfe kommen. Wir müssen Duelle und zweite Bälle gewinnen.“
Trainerduell: Kompany gegen Enrique
Luis Enrique hat bislang zweimal die Champions League gewonnen – 2015 mit dem FC Barcelona und vor einem Jahr mit Paris Saint-Germain. Den 55-jährigen Spanier reizt die Kraftprobe mit dem deutschen Rekordmeister: „Wir bewundern Bayern, sie spielen sehr guten Fußball. Aber es ist noch eine Extra-Motivation für uns, jemanden zu schlagen, der so exzellent ist.“ Kompany, der 2024 als Notlösung nach München kam, gilt inzwischen als Idealbesetzung. Ein Königsklassen-Triumph wäre die frühe Krönung seiner Trainer-Karriere.
Personelle Lage
Paris muss ein Handicap verkraften: Achraf Hakimi fällt verletzt aus. Rechts hinten muss Coach Enrique improvisieren. Das könnte ein echter Vorteil für die Bayern sein. Luis Díaz war schon beim Tor-Spektakel in Paris Bayerns Bester. Selbst Hakimi konnte den Kolumbianer nicht stoppen. Kompany muss nur auf den verletzten Nationalspieler Serge Gnabry verzichten. Die in Paris fehlenden Youngster Lennart Karl und Tom Bischof kehren ebenso wie Raphaël Guerreiro nach Verletzungen in den Kader zurück.



