Die Stadt München ehrt den berühmten Wimmelbuch-Künstler Ali Mitgutsch mit einem eigenen Platz. Ein kleines, bisher unbenanntes Dreieck in der Maxvorstadt wird künftig den Namen Ali-Mitgutsch-Platz tragen. Die Stadt gab die Entscheidung am Dienstag bekannt.
Ein verstecktes Juwel in der Maxvorstadt
Fast wie in seinen detailreichen Wimmelbüchern muss man den neuen Ali-Mitgutsch-Platz erst einmal suchen. Es handelt sich um eine kleine, begrünte dreieckige Fläche an der Einmündung der Barer Straße in die Nordendstraße. Ein paar Bäume und einige Bänke, die zum Straßengrün hin ausgerichtet sind, prägen das Bild. Von Wimmeligkeit kann man hier noch nicht sprechen – vielleicht verhilft der neue Name dem Fleckchen zu mehr Bekanntheit.
Höchste Ehre posthum
Die Stadt bezeichnet die Benennung als eine der höchsten Ehrungen, die sie posthum vergeben kann. In einer Mitteilung heißt es, die „platzähnliche Fläche“ – wie es im Amtsdeutsch so schön heißt – trage nun bald den Namen Ali-Mitgutsch-Platz. Der Grafiker und Illustrator Ali Mitgutsch wohnte unmittelbar in der Nähe des Platzes.
Ein Leben für das Wimmelbuch
Ali Mitgutsch wurde 1935 geboren und starb 2022 im Alter von 86 Jahren. Er revolutionierte das Genre der Wimmelbücher mit seinem unverwechselbaren Stil. Bereits 1969 erhielt er den Deutschen Jugendbuchpreis. 2003 wurde er mit dem Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet, 2018 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Der Stadtrat betont, Mitgutsch habe „das kulturelle Leben Münchens nachhaltig geprägt“.
Seine Bücher sind bis heute bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Sie laden zum Entdecken und Verweilen ein – ganz so, wie es der neue Platz in Zukunft vielleicht auch tun wird. Die Umbenennung ist ein würdiges Andenken an einen großen Künstler, der die Münchner Kulturszene bereichert hat.



