Amazon-Gründer Jeff Bezos scheint es bei einer seiner Luxusanschaffungen etwas übertrieben zu haben: Seine Megajacht steht offenbar zum Verkauf, weil sie in viele Häfen einfach nicht hineinpasst. Das Schiff „Koru“ gehört mit 127 Meter Länge zu den größten Segeljachten der Welt – und das hat regelmäßig für Probleme gesorgt.
Probleme bei der Einfahrt in Häfen
Immer wieder konnte Bezos mit seiner Jacht nicht in Häfen einlaufen, weil es schlicht nicht genug Platz gab. So zuletzt bei einer Costa-Rica-Reise und beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco 2025. Beide Male musste seine Crew vor der Küste ankern. Auch bei seiner Hochzeit in Venedig bekam Bezos ein Einfahrtverbot.
Ausstattung der „Koru“
Die „Koru“ bietet Platz für 18 Gäste, hat drei offene Decks, einen Pool, mehrere Luxus-Lounges, ein Kino und mehrere Konferenzräume. Rund 40 Crewmitglieder braucht es für den Betrieb. Umgerechnet fast 430 Millionen Euro kostete den Milliardär der Bau seiner Luxusjacht.
Begleitschiff und Betriebskosten
Zusätzlich gibt es noch ein rund 75-Millionen-Euro teures Begleitschiff – nur 76 Meter lang, dafür aber mit Hubschrauberhangar, Platz für Jetskis und 45 Personen. Berichten zufolge soll der Betrieb beider Schiffe im Jahr knapp 26 Millionen Euro kosten. Ob das Beischiff auch zum Verkauf steht, ist unklar.
Bauphase sorgte für Aufsehen
Das Schiff hatte bereits in der Bauphase für erhebliches Aufsehen gesorgt: Wegen seiner enormen Größe war zwischenzeitlich geplant, für den Transfer des Schiffes die Koningshaven-Brücke in Rotterdam zeitweilig abzubauen – sonst hätte das Schiff sie nicht passieren können. Die Pläne sorgten für Entrüstung bei vielen Bürgern, es gab Aufrufe, die Jacht mit faulen Eiern zu bewerfen. Schließlich musste Bezos' Schiff ohne Masten zu einer anderen Werft verlegt und dort fertiggestellt werden.



