Resident Evil Requiem: Wie Ekel und Grusel zu einem grandiosen Spielerlebnis verschmelzen
Resident Evil Requiem: Ekel als Spielmechanik im Horror-Genre

Resident Evil Requiem: Ein Best-of des Grauens mit innovativen Elementen

Die neueste Folge der legendären Resident Evil-Reihe, Resident Evil Requiem, baut bewusst auf altbekannten Gruselklischees auf und verwandelt sie dennoch in ein grandioses Spielerlebnis. Dies gelingt den Entwicklern von Capcom durch eine meisterhafte Kombination aus vertrauten Horror-Elementen und unerwarteten Innovationen, die zeigen, dass Grauen durchaus Spaß machen kann.

Zwei Protagonisten, zwei Spielstile

Das Spiel präsentiert zwei Hauptfiguren mit komplett unterschiedlichen Herangehensweisen. Grace Ashcroft, eine junge FBI-Ermittlerin mit traumatischer Vergangenheit, muss die mysteriösen Vorkommnisse in einem alten Hotel aufklären – genau jenem Ort, an dem ihre Mutter vor ihren Augen ermordet wurde. Ihr zur Seite steht der erfahrene Spezial-Agent Leon S. Kennedy, der mit kessen Sprüchen und direkter Action durch die Gegend stapft.

Während Ashcroft durch dunkle Gänge heruntergekommener Hotels und verlassener Irrenanstalten schleicht und sorgsam Ressourcen sammelt, greift Kennedy zur Kettensäge und zerteilt gleich mehrere Zombies auf einmal. Diese klischeehafte Aufteilung funktioniert erstaunlich gut, da das Spiel sich selbst nicht allzu ernst nimmt und durch Kennedys ironische Kommentare die Absurdität der Situationen reflektiert.

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Ekel als zentrale Spielmechanik

Resident Evil Requiem setzt konsequent auf Ekel als Spielmechanik. Die Entwickler haben hier bewusst den Regler weit nach oben gedreht:

  • Spieler müssen Organe suchen und in ausgeschlachtete Körper einsetzen
  • Ein Zombie-Metzger bearbeitet einen Haufen abgetrennter Gliedmaßen
  • Blut wird zum kostbaren Rohstoff, der in der Spielwelt gesammelt und verarbeitet wird

Die herrlich absurde Seite zeigt sich besonders, wenn Spieler besondere Blutproben unter dem Mikroskop untersuchen müssen, um neue Verwendungsmöglichkeiten zu erlernen. Aus Metallteilen und Blut entsteht beispielsweise Pistolenmunition – eine makabre, aber funktionale Spielmechanik.

Vertrautes mit neuen Facetten

Obwohl Requiem kaum grundlegend neue Elemente einführt, funktioniert alles Bekannte ausgezeichnet. Das Spiel bietet:

  1. Zunächst unbesiegbare Gegner, die Jagd auf die Hauptfiguren machen
  2. Komplexe Locations mit Sackgassen, Abkürzungen und Rätseln
  3. Wahrhaft gruselige Szenen wie das Versteckspiel mit einem gigantischen Monster

Besonders bemerkenswert ist der erzählerische Trick mit dem T-Virus: Die infizierten Menschen behalten ein Stück ihrer Persönlichkeit und reflektieren ihr früheres Leben, was den Ekel und das Grauen noch intensiver macht.

Ein gelungenes Zusammenspiel von Alt und Neu

Resident Evil Requiem beweist, dass auch der neunte Teil einer Hauptserie noch Überraschungen bieten kann. Durch die geschickte Kombination von vertrauten Survival-Horror-Elementen mit innovativen Spielmechaniken und einer gesunden Portion Selbstironie schafft Capcom ein Spielerlebnis, das sowohl langjährige Fans als auch Neueinsteiger begeistern wird. Die Mischung aus Grusel, Ekel und Action bleibt auch nach zahlreichen Vorgängern faszinierend und unterhaltsam.

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