Ruhrpott-Duo Rohde und Pistor kehren mit "Das Millionenschnitzel" zurück ins Erste
Ruhrpott-Duo Rohde und Pistor kehren mit "Millionenschnitzel" zurück

Ruhrpott-Duo Rohde und Pistor kehren mit turbulentem Sechsteiler zurück

Nach mehr als drei Jahren Pause und gut 15 Jahren nach ihrem allerersten gemeinsamen TV-Auftritt sind die beiden schrägen Vögel aus dem Ruhrpott wieder auf den Bildschirmen zu sehen. Armin Rohde und Ludger Pistor schlüpfen erneut in ihre legendären Rollen als das ungleiche Chaos-Duo Günther Kuballa und Wolfgang Krettek. Am Freitagabend ist ihre neueste turbulente Komödie mit dem Titel "Das Millionenschnitzel" im Ersten zu sehen.

Ungleiches Duo mit Herz am rechten Fleck

Die beiden Freunde könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Wolfgang Krettek, gespielt von Ludger Pistor, stets wie aus dem Ei gepellt und ein wenig steif-spießbürgerlich auftritt, verkörpert Armin Rohde als Günther Kuballa den perfekten Gegenentwurf - optisch nachlässig, schnell aufbrausend und mit einer bewegten Vergangenheit als Tierpfleger. Doch trotz aller Gegensätze verbindet sie eine tiefe Freundschaft und ihr gemeinsamer Wohnort im Ruhrgebiet.

Sechster Film der erfolgreichen Schnitzel-Reihe

Die Rückkehr markiert bereits den sechsten Film der beliebten WDR-Reihe, die im Sommer 2010 mit "Ein Schnitzel für Drei" begann. Seither haben die beiden arbeitslosen Abenteurer das Publikum mit ihren skurrilen Geldbeschaffungsversuchen unterhalten und dafür sogar den Deutschen Comedypreis erhalten. Die Chronologie der bisherigen Filme:

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  1. "Ein Schnitzel für Drei" (2010)
  2. "Ein Schnitzel für alle" (2013)
  3. "Ein Schnitzel geht immer" (2017)
  4. "Schnitzel de Luxe" (2019)
  5. "Das Weihnachtsschnitzel" (2022)
  6. "Das Millionenschnitzel" (2026)

Neue Herausforderung: Erpressung durch vermeintliche Tochter

In den neuen 90 Minuten erwartet die beiden Freunde eine besonders brisante Herausforderung. Plötzlich taucht die 15-jährige Tida, gespielt von Purnima Grätz, vor Wolfgang Kretteks Haus auf und behauptet, seine biologische Tochter aus einer Samenspende zu sein. Sie fordert 5.000 Euro Schweigegeld, andernfalls will sie Kretteks geliebter Ehefrau Karin (Therese Hämer) von ihrer Existenz erzählen.

In ihrer chronischen Geldnot beschließen die Freunde, erneut eine Schnitzelbude zu eröffnen, um die geforderte Summe aufzutreiben. Allerdings fehlt es ihnen sowohl am nötigen Startkapital als auch am kulinarischen Know-how. Ihre Hoffnung setzen sie auf die TV-Gründershow "Arena", für die sie sich unbedingt qualifizieren wollen. Parallel dazu müssen sie die aufsässige Tida - von allen nur Ta genannt - unter Kontrolle halten, was zu immer verzwickteren Situationen führt.

Schauspieler über ihre Rollen-Rückkehr

Armin Rohde, der in diesem Jahr 70 Jahre alt wird, erklärt die Rückkehr zu den beliebten Figuren mit deren Eigenleben: "Weil die beiden Stehaufmännchen des Schicksals einfach nicht totzukriegen sind. So was erlebt man nur in ganz wenigen Rollen." Die Zusammenarbeit mit Ludger Pistor bezeichnet er als echtes Geschenk.

Ludger Pistor, mittlerweile 66 Jahre alt, ergänzt: "Wir sind wie eine Familie, und das Ungleiche zwischen uns macht einfach Spaß. Mich motiviert, dass die Rolle des Wolfgang mich immer noch packt - ich schlüpfe da nicht hinein, sie packt mich."

Aus Duo wird Trio: Emotionaler Wandel

Während die beiden Freunde zunächst verzweifelt versuchen, die junge Erpresserin loszuwerden, entwickelt sich im Laufe der Handlung eine unerwartete Dynamik. In einer Notsituation springt Günther seinem Freund bei und behauptet vor Ehefrau Karin, Ta sei seine eigene Tochter. Aus der anfänglichen Belastung erwächst allmählich eine neue Verbindung, und die aufsässige Ta wächst den beiden Männern ans Herz. Aus dem bewährten Duo wird ein ungewöhnliches Trio, das gemeinsam gegen alle Widrigkeiten kämpft.

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Zukunft der Reihe noch offen

Der Westdeutsche Rundfunk betont, dass die beiden Originale Krettek und Kuballa nach wie vor Publikumslieblinge seien. "Ihre Fähigkeit, jeden Rückschlag zu verdauen und in echter Freundschaft zusammenzustehen und auch die dem wahren Leben entlehnte Komik machen die Schnitzel-Reihe zu einer Erfolgsgeschichte", heißt es in einer Stellungnahme des Senders. Besonders hervorgehoben wird dabei der Bezug zur sozialen Wirklichkeit im Ruhrgebiet, der in allen Filmen der Reihe spürbar sei.

Ob es nach "Das Millionenschnitzel" weitere Abenteuer geben wird, bleibt vorerst offen. Der WDR erklärt dazu: "Ausgeschlossen ist es nicht." Das Geschichten-Universum der beiden Ruhrpott-Originale biete noch reichlich Raum für neue unterhaltsame Verwicklungen und turbulente Komödien.