Schafe als Naturschützer: Merseburger Museum zeigt seltene Pflanzen des Saalekreises
Schafe als Naturschützer: Museum zeigt seltene Pflanzen

Naturkundliche Premiere im Merseburger Schloss

Das Kulturhistorische Museum Schloss Merseburg wagt sich erstmals auf das Terrain der Naturkunde. Eine neue Sonderausstellung widmet sich den botanischen Schätzen des Saalekreises und zeigt auf innovative Weise, wie traditionelle Landwirtschaftsformen wie die Schafbeweidung zum Erhalt seltener Pflanzen beitragen können.

Eine sinnliche Reise in die heimische Flora

Besucher der Ausstellung erwartet ein multimediales Erlebnis. Während aus Lautsprechern authentische Schafgeräusche ertönen, flattern täuschend echte Schmetterlingsmodelle durch die Museumsräume – darunter kunstvoll gestaltete Schachbrettfalter und Himmelblaue Bläulinge. Diese Inszenierungen schaffen eine immersive Atmosphäre, die den Eintritt in die faszinierende Welt der regionalen Natur ermöglicht.

Die botanischen Raritäten des Saalekreises

Im Zentrum der Präsentation stehen die seltenen und schützenswerten Pflanzenarten, die im Saalekreis ihre Heimat gefunden haben. Die Ausstellung dokumentiert nicht nur ihre Vielfalt und Schönheit, sondern beleuchtet auch die spezifischen Lebensräume und ökologischen Bedingungen, die ihr Überleben ermöglichen.

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Schafe als vierbeinige Landschaftspfleger

Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Die Ausstellung erklärt detailliert, wie kontrollierte Schafbeweidung dazu beiträgt, wertvolle Wiesenflächen offen zu halten und damit den Lebensraum für seltene Pflanzen zu bewahren. Die Tiere verhindern durch ihr Fressverhalten die Verbuschung und schaffen so ideale Bedingungen für lichtbedürftige Arten.

Hands-on mit Schafwolle

Ein interaktives Highlight bietet die Möglichkeit, selbst mit Schafwolle in Berührung zu kommen. Dieser praktische Ansatz verbindet das theoretische Wissen über die Bedeutung der Schafhaltung mit einer haptischen Erfahrung und unterstreicht die vielseitige Nutzbarkeit dieser traditionellen Tierhaltung.

Die Ausstellung läuft noch bis Ende Mai und markiert einen wichtigen Schritt in der Erweiterung des museumspädagogischen Angebots in Merseburg. Sie verdeutlicht, wie eng Kulturgeschichte und Naturerbe miteinander verwoben sind und wie moderne Naturschutzstrategien auf althergebrachten Methoden aufbauen können.

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