TV-Star Sönke Möhring warnt vor falschen Illusionen
Während der Berlinale in Berlin hat Schauspieler Sönke Möhring (53) eine klare Botschaft für alle, die von einer Karriere vor der Kamera träumen. „Wer reich werden will, sollte niemals Schauspieler werden“, erklärt der erfahrene Darsteller im Gespräch mit BILD. Trotz seiner erfolgreichen Laufbahn betont Möhring, dass Schauspielerei kein lukrativer Beruf sei, der zu Reichtum führe.
Berlinale als Plattform für Nachwuchstalente
Zurzeit ist Möhring als Juror beim 99-Fire-Film-Awards aktiv, einem Nachwuchsfilmpreis, der traditionell während des Berliner Filmfestivals verliehen wird. „Ich bin gespannt, wie die mutmaßlich jüngeren Leute Film heute interpretieren und verstehen“, sagt der Schauspieler. Die Berlinale zieht Hunderttausende Besucher an, darunter viele, die selbst von einer Filmkarriere träumen.
Ein ungewöhnlicher Karriereweg
Sönke Möhrings eigener Werdegang verlief alles andere als geradlinig:
- Zunächst besuchte er eine Waldorfschule
- Er absolvierte eine Ausbildung zum Kinderpfleger
- Anschließend studierte er Philosophie und Psychologie
- Erst später entschied er sich für die Schauspielerei
„Ich hatte schon immer das Gefühl, dass die heutigen Psychologen oftmals die angehenden Patienten von morgen sind. Und das wollte ich nicht“, begründet Möhring seinen Berufswechsel.
Hürden als Quereinsteiger
Der Einstieg in die Schauspielbranche gestaltete sich schwierig. „Keine Schauspielschule nahm mich auf!“, erinnert sich Möhring. „Ich war einfach zu alt. Heute ist das sicher lockerer, damals jedoch lag die Altersgrenze bei Aufnahmen so um die 25 Jahre und da war ich schon drüber. Ich war also ein klassischer Quereinsteiger“.
Erfolgreiche Karriere trotz Hindernissen
Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten hat sich Möhring in der deutschen Schauspiellandschaft etabliert. Bekannt wurde er durch:
- Die Serie „Soko Wismar“
- Quentin Tarantinos Film „Inglourious Basterds“ (2009) neben Brad Pitt
- Die Komödie „Kokowääh“
- Die ARD-Serie „Heiter bis tödlich“
Sein Bruder Wotan Wilke Möhring (58) ist ebenfalls erfolgreicher Schauspieler und seit 2013 als Tatort-Kommissar im Fernsehen zu sehen.
Realistische Erwartungen an den Beruf
Möhring betont, dass Bestätigung durch die Arbeit wichtig sei, aber falsche Erwartungen vermieden werden sollten. „Natürlich ist das ein Wunsch, man sucht ja die Bestätigung durch seine Arbeit“, erklärt er. Gleichzeitig warnt er davor, den Beruf als Weg zum Luxusleben zu betrachten.
Der Schauspieler, der mittlerweile in Berlin lebt, zeigt sich dennoch zufrieden mit seiner Berufswahl. „Ich liebe das, was ich mache und bin sehr dankbar dafür“, sagt Möhring mit einem Lächeln, während er seinen charakteristischen Schnauzbart für eine neue Rolle trägt.



