Stephen Hibbert: Der stumme Sklave aus 'Pulp Fiction' ist tot
Der britische Schauspieler und Autor Stephen Hibbert ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Wie seine Familie gegenüber dem US-Portal 'TMZ' mitteilte, erlag er bereits am 2. März einem Herzinfarkt in Denver im US-Bundesstaat Colorado. Hibbert hinterlässt drei Kinder.
In einer offiziellen Erklärung der Familie heißt es: „Unser Vater, Stephen Hibbert, ist kürzlich unerwartet verstorben. Sein Leben war geprägt von Liebe und Hingabe zur Kunst und zu seiner Familie. Viele werden ihn sehr vermissen.“ Der Tod des Schauspielers kam für alle Beteiligten überraschend.
Die ikonische Rolle als Hinkebein in 'Pulp Fiction'
Weltweite Bekanntheit erlangte Stephen Hibbert durch eine stumme, aber denkwürdige Filmrolle. In Quentin Tarantinos Kultfilm „Pulp Fiction“ aus dem Jahr 1994 verkörperte er den Sexsklaven Hinkebein – im Original als 'gimp' bezeichnet.
In der berühmten Sequenz begegnet Hibberts Figur Bruce Willis' Charakter Butch in einem Folterkeller. Gekleidet in einen Ganzkörper-Latexanzug mit Maske und an die Decke gekettet, gibt der Schauspieler in dieser Rolle lediglich Grunzlaute von sich. Die Herkunft des Sklaven bleibt im Film unerklärt.
Die Szene gipfelt darin, dass sich Butch befreien kann und den Latex-Sklaven bewusstlos schlägt, woraufhin dieser an seiner Kette von der Decke baumelt. Diese kurze, aber intensive Performance brannte sich nachhaltig ins filmische Gedächtnis der Zuschauer ein.
Weitere Stationen seiner Karriere
Neben seinem Auftritt in 'Pulp Fiction' übernahm Stephen Hibbert weitere kleinere Filmrollen:
- 1999 spielte er in der Komödie „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“
- 2003 war er in „Ein Kater macht Theater“ zu sehen
Bevor Hibbert vor der Kamera stand, arbeitete er erfolgreich als Autor für verschiedene Fernsehshows. Besonders erwähnenswert ist seine Tätigkeit für die legendäre US-Talkshow von David Letterman in den 1980er Jahren.
Tragische Parallele zu Co-Star Peter Greene
Der Tod von Stephen Hibbert erfolgt nur etwa drei Monate nach dem Ableben seines 'Pulp Fiction'-Co-Stars Peter Greene. Greene, der im Film den sadistischen Wachmann Zed verkörperte, starb im Alter von 60 Jahren.
Beide Schauspieler teilten sich in 'Pulp Fiction' nicht nur die Leinwand, sondern speziell jene denkwürdige Folterkeller-Sequenz, in der Greene als Peiniger und Hibbert als sein gefangener Sklave agierten. Diese tragische zeitliche Nähe der beiden Todesfälle unterstreicht den Verlust für die Filmwelt.
Stephen Hibberts ikonische Darstellung des stummen Sklaven in 'Pulp Fiction' bleibt als unvergesslicher Moment der Filmgeschichte erhalten und sichert ihm einen besonderen Platz im kulturellen Gedächtnis.



