Kunstprojekt „AllerHand“ in Schwerin: Crowdfunding für viertes Wandbild startet
Crowdfunding für viertes Wandbild in Schwerin

Der Schweriner Künstler Tino Bittner möchte sein preisgekröntes Kunstprojekt „AllerHand“ fortsetzen und startet am 1. Juni, dem Kindertag, eine Crowdfunding-Kampagne für das vierte Wandgemälde. Das neue Bild zeigt zwei Kinder, die mit einer Schweinsblase spielen – eine Szene aus einem Gemälde des niederländischen Malers Godefridus Schalcken, das sich in der Sammlung Alter Meister des Staatlichen Museums Schwerin befindet. Bittner sieht darin ein Symbol des spielerischen Forschens.

Standort und Bedeutung des neuen Wandbildes

Das Motiv soll an der Fassade in der Bornhövedstraße 19 angebracht werden, direkt neben der Kita Villa Traumland. Früher befand sich dort das herzogliche Waisenhaus. „Das passt einfach, auch von der Proportion und der Geschichte des Ortes“, erklärt Bittner. Bereits drei Fassaden in der Altstadt hat „AllerHand“ verwandelt. Dafür erhielt der Künstler im Januar den Kunst- und Kulturpreis 2025 der Sparkassenstiftung Mecklenburg-Schwerin.

Finanzierung und Beteiligung der Bürger

Statt auf Fördermittel setzt Bittner auf Crowdfunding und Bürgerbeteiligung unter dem Motto „Alle Hände für AllerHand“. Rund 48.000 Euro werden benötigt, um 170 Quadratmeter Wandfläche mit 470 handgemischten Farbflächen zu bemalen. Die Crowdfunding-Plattform WeMark begleitet das Vorhaben, unterstützt von IHK und Unternehmerverband. Im Café Kränzchen in der Nachbarschaft stapeln sich bereits Joghurtbecher für die Farbmischung. „Alle Hände machen AllerHand möglich“, sagt Bittner. Das Café ist zum Treffpunkt für die Aktion geworden, mit Lesebühne, Stadtteiltreffen und Kunstgesprächen.

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Zeitplan und Genehmigungen

Die Genehmigungen von Eigentümern, Denkmalschutz und Kita-Träger liegen bereits vor. Binnen drei Wochen soll die Grundlage für das Wandbild geschaffen werden. „Hop oder Top“, nennt Bittner das. Der Auftakt zur Crowdfunding-Plattform wird Ende Mai bekannt gegeben. „AllerHand“ hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie Kunst im Stadtraum wirken kann – Hände aus alten Gemälden wurden zu Gesten heutiger Stadtgeschichten. Nun schreibt Schwerin dieses Kapitel gemeinsam fort.

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