Pritzwalker Schüler gestalten Ausstellung „Zwischen den Welten“ in der Museumsfabrik
Schüler gestalten Ausstellung „Zwischen den Welten“ in Pritzwalk

Pritzwalker Schüler gestalten Ausstellung „Zwischen den Welten“ in der Museumsfabrik

Schüler des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums in Pritzwalk haben eine beeindruckende Ausstellung mit dem Titel „Zwischen den Welten“ in der örtlichen Museumsfabrik realisiert. Das Projekt, das über ein Semester lief, brachte rund 20 Jugendliche der 11. Klasse zusammen, um ihre persönlichen Erfahrungen und Reflexionen zu globalen Themen künstlerisch umzusetzen.

Persönliche Geschichten und künstlerische Verarbeitung

Einer der teilnehmenden Schüler ist der 17-jährige Semen Kotenko, der vor drei Jahren aus der Ukraine nach Deutschland kam. „Meine Arbeiten zeigen die Grenze zwischen der friedlichen Alltagswelt sowie Krieg und Verlust“, erklärt Semen. Mit Siebdrucken auf Textilien, insbesondere T-Shirts, hat er das Wort „choice“ (Wahl) wiederholt angebracht, um die Verantwortung von Entscheidungen zu betonen. „Diese Grenze zwischen Krieg und Frieden ist verletzlich“, fügt er hinzu und unterstreicht damit die emotionale Tiefe des Projekts.

Umweltbewusstsein und handwerkliche Techniken

Neben persönlichen Geschichten standen auch Themen wie Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und globale Verflechtungen im Fokus. Die 17-jährige Paula Worseg berichtet, dass in Workshops über „Fast Fashion“ diskutiert wurde. „Am meisten überrascht hat mich, dass für die Produktion einer Jeans 65 Badewannen voller Wasser benötigt werden“, sagt Paula. Diese Erkenntnis habe ihre Einstellung zu Kleidung nachhaltig verändert und sie zum bewussteren Konsum angeregt.

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Unter Anleitung der Künstler Katja Martin und Jost Löber aus Horst bei Pritzwalk erlernten die Schüler handwerkliche Techniken wie Siebdruck und Webarbeit. „Dabei war ganz wichtig, dass wir das Thema nicht nur bearbeiten, sondern auch richtig durchleben“, betont Paula. So entstanden sehr persönliche Kunstwerke, die Einblicke in die Gefühlswelt der Jugendlichen bieten.

Langjährige Zusammenarbeit und Förderung

Die Museumsfabrik Pritzwalk und das Goethe-Gymnasium arbeiten bereits seit vielen Jahren in Seminarkurs-Projekten zusammen. Museumsleiter Lars Schladitz erklärt, dass das Projekt durch die Plattform Kulturelle Bildung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie durch die Stadt Pritzwalk gefördert wurde. Diese Unterstützung ermöglichte den Schülern, sich intensiv mit künstlerischen und gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.

Die Museumsfabrik, die die Geschichte der Industrialisierung in Pritzwalk darstellt, dient als idealer Ort für solche Kooperationen. Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten im zweiten Obergeschoss zu sehen und bietet Besuchern die Möglichkeit, die vielfältigen Arbeiten der Schüler zu entdecken. Informationen dazu sind beim Museumsteam erhältlich.

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