Capital Bra streamt Drogenabsturz live aus Krankenwagen
In der Nacht von Sonntag auf Montag sorgte der deutsche Rapper Capital Bra für einen verstörenden Livestream auf TikTok. Der 31-Jährige filmte sich selbst während eines offensichtlichen Drogenabsturzes aus einem fahrenden Krankenwagen heraus. Die Aufnahmen zeigen einen desorientierten Musiker, der mehrfach um Hilfe ruft und von Sanitätern beruhigt werden muss.
Dramatische Szenen während der Fahrt ins Krankenhaus
Während der Fahrt zum Krankenhaus in Berlin war deutlich zu hören, wie ein Rettungssanitäter versuchte, den Rapper zu beruhigen. "Wir helfen dir, das haben wir doch gesagt. Jetzt sind wir gleich am Krankenhaus. Bleib ganz entspannt. Alles gut", erklärte der Sanitäter in der Aufnahme. Als dieser bemerkte, dass Capital Bra die Situation filmte, reagierte er sichtlich verärgert. Der Rapper selbst murmelte nur "Das ist TikTok" und zeigte kurz darauf sein Gesicht in die Kamera.
Selbst nach der Ankunft im Krankenhaus lief der Livestream zunächst weiter. Dabei war zu hören, wie ein Arzt den Musiker direkt nach seinem Drogenkonsum befragte. Auf die Frage "Was haben Sie denn für Drogen genommen?" antwortete Capital Bra deutlich: "Xanax, Tilidin, Kokain." Auf die Nachfrage, wann der Konsum stattgefunden habe, entgegnete er: "Gerade jetzt!" Kurz darauf brach das Video ab.
Manager bestätigt Drogenrückfall nach längerer Abstinenz
Einige Stunden später meldete sich Capital Bra selbst in einer Instagram-Story zu Wort. Zu diesem Zeitpunkt hatte er das Krankenhaus bereits verlassen und saß mit seinem Manager im Auto. "Leute, sorry. Ich wollte euch nicht zu viele Sorgen machen", sagte er zu seinen Fans. Gleichzeitig betonte er den Ernst der Lage: "Das hätte mich mein Leben kosten können."
Sein Manager Drilon Cocaj meldete sich kurz vor 5 Uhr am Montagmorgen ebenfalls via Instagram. "Er ist ein sehr guter Junge", erklärte er in einer Story. "Aber er hat leider eine Macke manchmal, was die Drogen angeht." Demnach sei der Musiker nach längerer Abstinenz "wieder abgerutscht gestern". Laut seinem Manager sei Capital Bra inzwischen jedoch wieder zuhause und es gehe dem Rapper gut.
250.000 Euro Strafe nur Stunden zuvor
Besonders brisant: Nur wenige Stunden vor dem Drogenabsturz hatte der Rapper nach einem Club-Konzert in Wiesbaden ein Zwangsgeld von 250.000 Euro von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder erhalten. Die Behörde mit Sitz in Halle erklärte in einer Pressemitteilung, dass seit Oktober 2025 ein Verfahren gegen Capital Bra wegen der Werbung für illegales Online-Glücksspiel laufe.
Laut der GGL filmte sich der Rapper in der Vergangenheit mehrfach dabei, wie er an unerlaubten Online-Glücksspielangeboten teilnahm, und verbreitete diese Aufnahmen in Livestreams und Videos auf seinen Social-Media-Kanälen. Darüber hinaus bewerbe der 31-Jährige entsprechende Webseiten dauerhaft über eine Vergleichsseite für illegale Online-Glücksspielanbieter.
"Wir schrecken auch vor bekannten Namen nicht zurück. Wer illegales Glücksspiel bewirbt, muss mit konsequenten behördlichen Maßnahmen rechnen", so Ronald Benter, Vorstand der GGL, in der Pressemitteilung. Auf eine Anhörung habe Capital Bra nicht reagiert, weshalb die sogenannte Untersagungsverfügung einschließlich Zwangsgeldandrohung zugestellt worden sei.
Ob der Drogenabsturz von Capital Bra mit der Strafe der Glücksspielbehörde zusammenhängt, ist derzeit nicht bekannt. Die zeitliche Nähe der beiden Ereignisse wirft jedoch Fragen auf und sorgt für zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit um den umstrittenen Rapper.



