Dolly Parton sagt Vegas-Shows ab: „Mir geht es jeden Tag besser“
Dolly Parton sagt Vegas-Shows ab

Die Country-Legende Dolly Parton (80) sorgt sich um ihre Gesundheit und musste ihre geplanten Las-Vegas-Shows absagen. In einem Instagram-Video wandte sie sich direkt an ihre Fans: „Die gute Nachricht ist, dass die Medikamente wirken – mir geht es jeden Tag besser.“ Allerdings fügte sie hinzu: „Es wird noch etwas dauern, bis ich wieder auf Bühnenniveau bin.“ Mit einem Augenzwinkern scherzte die Sängerin, dass Auftritte mit Schwindel in High Heels kaum denkbar seien – „und ihr wisst ja, dass ich sie tragen werde.“

Ein Zeichen der Hoffnung

Dieser Satz macht Hoffnung. Dass Dolly Parton bereits wieder über ihre legendären High Heels scherzt, ist fast ein Versprechen: Sie will zurück auf die Bühne. Aufgeben? „Pardon, das gibt’s bei Dolly Parton nicht“, betont die Künstlerin. In ihrer jahrzehntelangen Karriere kämpfte sie sich immer wieder durch schwierige Phasen, ohne ihren Humor und ihre Zuversicht zu verlieren.

Vom Holzhaus zur Ikone

Dolly Parton wuchs in den Appalachen auf, einem abgelegenen Gebirge im Osten Nordamerikas. Als viertes von zwölf Kindern lebte sie in einem kleinen Holzhaus ohne fließendes Wasser und Strom. „Wir hatten nie den Eindruck, arm zu sein“, sagte sie später. Ihr Onkel brachte ihr das Gitarrenspielen bei. Direkt nach dem Highschool-Abschluss stieg sie 1964 in einen Bus, die alte Gitarre im Gepäck, und fuhr 400 Kilometer nach Nashville, der Hauptstadt der Countrymusik.

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1967 gelang der Durchbruch: Country-Star Porter Wagoner suchte eine Sängerin für seine TV-Show und fand Dolly Parton. In dieser Zeit waren Frauen im Country meist Duettpartnerinnen, keine Solistinnen. Gemeinsam feierten sie große Erfolge. 1971 landete sie ihren ersten Nummer-1-Hit „Joshua“, 1973 folgte „Jolene“ – der Song, der Parton zur Ikone machte. 1974 trennte sie sich von Wagoner, der empört war und danach keinen Hit mehr hatte.

Eine Karriere voller Rekorde

Dolly Parton setzte sich in einer Männerdomäne durch. Sie verkaufte weltweit über 100 Millionen Tonträger, hatte 25 Nummer-1-Hits in den Country-Charts und gewann 11 Grammys bei mehr als 50 Nominierungen. In ihren Liedern thematisiert sie Armut, harte Arbeit, Untreue und weibliche Selbstbestimmung. Ihr Vermögen wird auf rund 650 Millionen US-Dollar geschätzt.

Kurz nach ihrer Ankunft in Nashville lernte sie ihren späteren Ehemann Carl Dean kennen. Die beiden waren fast 59 Jahre verheiratet, bis er im Frühjahr 2025 im Alter von 82 Jahren starb. Parton ist zudem die Patentante von Popstar Miley Cyrus.

Herausforderungen und Stärke

Das Leben meinte es nicht immer gut mit Parton. Wegen einer Endometriose mussten ihr Mitte der 80er Jahre Teile der Gebärmutter entfernt werden, sodass sie keine Kinder bekommen konnte. In dieser Zeit litt sie unter Depressionen und sprach später offen über den Schönheitsdruck, dem sie als Frau ausgesetzt ist. Dennoch hielt sie an ihrem Image der kurvigen Blondine fest: aufwendig frisierte Haare, perfektes Make-up, hohe Pumps – auch heute ihre Markenzeichen. Auf die Frage, ob sie ihre große Oberweite schon in der Schulzeit gehabt habe, antwortete sie trocken: „Ich kann die Dinger ja schlecht zu Hause lassen.“

„This dumb Blonde ain’t nobody’s fool“ – so lautete Partons Antwort auf die Frage nach ihrer Botschaft an Kritiker. Sie unterstützte bereits in den 90ern die queere Community und setzte sich für die Ehe für alle ein. Dafür wurde sie bedroht, boykottiert und heftig kritisiert – ließ sich jedoch nie davon beeindrucken.

Begegnung mit Andreas Gabalier

Wie ist es, Dolly Parton persönlich zu treffen? Das erlebte der Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier (41) im Jahr 2024, als er in Nashville in einem Studio einen Song aufnahm. Auf dem Flur lief er Parton über den Weg – „an der Kaffeemaschine“, erinnerte sich Gabalier. Er schwärmte von ihrer Herzlichkeit: „Ich verehre sie.“ Drei Worte, die für Millionen von Fans weltweit gelten.

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